Erdbeben in Kroatien : Retter bergen Vater und Sohn aus den Trümmern in Petrinja
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Erdbeben in Kroatien Retter bergen Vater und Sohn aus den Trümmern in Petrinja

In der kroatischen Stadt Petrinja und weit darüber hinaus bebte die Erde. Fünf Menschen, darunter zwei Kinder, sollen in Trümmern einstürzender Häuser gestorben sein. Für einen Mann und seinen Sohn aber gab es Rettung.

Darum gehts

  • In Kroatien und darüber hinaus bebt seit gestern die Erde.

  • In der Kleinstadt Petrinja richtete ein neuerliches Beben am Dienstag schwere Schäden an.

  • Ein Mädchen ist laut dem Bürgermeister der Stadt gestorben. Auch aus der nahen Stadt Glina werden vier Todesopfer gemeldet.

  • Bis zu 300 Soldaten sind auf dem Weg in die Region.

Noch immer bebt die Erde in der Region der kroatischen Kleinstadt Petrinja. Das Zentrum der Kleinstadt liege in Trümmern, Rettungsdienste und Feuerwehrleute durchsuchten mit blossen Händen die Ruinen, wie die kroatische Tageszeitung Jutarnji list berichtet.

Der Bürgermeister von Petrinja bestätigte gegenüber dem Portal Sata 24, dass ein 12-jähriges Mädchen in den Trümmern verstarb. Allein in Petrinka seien rund zwanzig Personen verletzt worden, berichten lokale Medien.

Vier Menschen starben im Dorf Majske Polinje rund zwanzig Kilometer westlich von Petrinja. Es handelte sich um vier Männer, unter ihnen ein Vater und sein Sohn, die in ihren Häusern unter den Trümmern begraben wurden, berichtete «24sata.hr» unter Berufung auf eine Kommunalpolitikerin.

Der Rettungsleuten in Petrinja gelang es, einen Mann und dessen Sohn aus einem unter Trümmern liegenden Auto zu befreien. Hier das Video der Bergung, das der Reporter von «Jutarnji list» auf Facebook teilte.

«Wir wissen nicht, wer tot oder verwundet ist»

Der Bürgermeister von Petrinja, Darinko Dumbović, erklärte gegenüber Jutarnji list : «Meine Stadt ist völlig zerstört. Wir haben tote Kinder. Es kann nicht beschrieben werden. Das ist wie Hiroshima.» Er bat dringend um Hilfe: «Wir ziehen Leute aus dem Auto, wir wissen es nicht, wer tot oder verwundet ist. Ich habe auch gehört, dass der Kindergarten zusammengebrochen ist, aber zum Glück waren dort keine Kinder.»

Die Krankenhäuser in Petrinja und der nahen Kreishauptstadt Sisak wurden den Berichten zufolge schwer beschädigt. Offenbar sind bis zu 300 Soldaten auf dem Weg nach Petrinja, das 45 Kilometer südöstlich von Zagreb entfernt liegt. Auch in der kroatischen Hauptstadt wurden Schäden gemeldet.

Laut dem US Geological Survey (USGS) war das Beben auch in Bosnien und Herzegowina, der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Montenegro, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Serbien und Österreich zu spüren.

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«Meine Stadt ist völlig zerstört. Wir haben tote Kinder. Es kann nicht beschrieben werden. Das ist wie Hiroshima», sagte der Bürgermeister von Petrinja, Darinko Dumbović. 

«Meine Stadt ist völlig zerstört. Wir haben tote Kinder. Es kann nicht beschrieben werden. Das ist wie Hiroshima», sagte der Bürgermeister von Petrinja, Darinko Dumbović.

REUTERS
Das Erdbeben soll die halbe Stadt Petrinja zerstört haben,wie Medien berichten.

Das Erdbeben soll die halbe Stadt Petrinja zerstört haben,wie Medien berichten.

Screenshot Twitter
Bereits am Vortag hatte in Petrinja die Erde mit einer Stärke von 5,2 auf der Richterskala gebebt. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) gab die Stärke des heutigen Erdbebens mit 6,4 an.

Bereits am Vortag hatte in Petrinja die Erde mit einer Stärke von 5,2 auf der Richterskala gebebt. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) gab die Stärke des heutigen Erdbebens mit 6,4 an.

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(gux)

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