Aktualisiert 25.05.2010 10:09

Froyo

Das kann Android 2.2

Die neuste Version des Smartphone-Betriebssystem von Google hat ein paar interessante Funktionen verpasst bekommen.

von
mbu

An der gestern zu Ende gegangenen Entwicklerkonferenz von Google wurden Details zu der kommenden Version 2.2 des offenen Handybetriebssystem Android präsentiert. Sie trägt den Codenamen Froyo – eine Abkürzung für Frozen Yogurt. In dem Präsentationsvideo wird in erster Linie die verbesserte Performance herausgestrichen. So soll Froyo 2-5 Mal schneller als sein Vorgänger V2.1 geworden sein.

Mit der V2.2 werden die Android-Smartphones zum Hotspot, denn Froyo unterstützt Tethering. Wie man es vom iPhone her kennt, kann das Smartphone damit als Modem für Laptops oder iPads ohne 3G-Zugang herhalten. Der Clou an der Sache, über das Android-Smartphone können sich so theoretisch bis zu acht Geräte mit dem Internet verbinden. Ob sich diese Funktion nutzen lässt, hält schlussendlich aber vom jeweiligen Provider ab.

Ausserdem wird Flash 10.1 unterstützt. Dabei lasse die Bildqualität allerdings noch zu wünschen übrig, YouTube-Videos würden pixelig erscheinen, schreibt das Smartphone-Portal pocketbrain.de. Ausserdem gehe dadurch dem Akku schnell der Saft aus. Der Smartphone-Hersteller HTC hat ein Update auf 2.2 für alle seine Geräte in Aussicht gestellt, die 2010 auf den Markt gekommen sind. Mit Froyo lassen sich Anwendungen neu auch auf der SD-Karte installieren.

Das Software Developer Kit (SDK) liegt ab sofort für die Programmierer zum Download vor. Die Arbeiten an einer Nachfolgeversion sollen bereits im Gange sein. Es wird erwarten, dass sie im letzten Quartal dieses Jahres erscheinen und Codename «Gingerbread» tragen wird. Damit soll das ebenfalls an der Entwicklerkonferenz vorgestellte offene Videoformat WebM unterstützt werden.

Chrome Web Store

Schon vorgestern wurden einige Neuerungen vorgestellt. Zu den interessantesten Errungenschaften gehört sicher der «Google Chrome Web Store». Dabei handelt es sich um einen offenen Marktplatz für Web-Applikationen. Drittentwickler können darüber ihre Programme an die Kundschaft bringen. Am Beispiel von Sports Illustrated wurde gezeigt, wie attraktiv Medienprodukte mit Hilfe von HTML5 dargestellt werden können. Auch Spiele wird man im Chrome Web Store finden, an der Präsentation wurde mit «Plants vs. Zombies» schon einmal ein Klassiker gezeigt. Wie man es schon vom App Store kennt, werden auch im Chrome Web Store nicht alle Webapplikationen kostenlos sein. Hierfür soll ein entsprechendes Bezahlsystem integriert werden.

Eigenen Angaben zufolge surfen rund 70 Millionen User mit dem Chrome Browser im Internet. Vorerst wird der angekündigte Web Store nur mit dem Google-Browser nutzbar sein. Evtl. wird er aber zu einem späteren Zeitpunkt für andere Browser, die HTML5 unterstützen, geöffnet. Noch in diesem Jahr soll der Web Store unter der Webadresse: chrome.google.com/webstore an den Start gehen.

WebM und Wave

Ebenfalls gestern wurde mit WebM ein neues Open-Source-Videoformat vorgestelllt. Es ist komplett kostenfrei und wird auch von Mozilla und Opera unterstützt. Auch der Internet Explorer 9 von Microsoft soll in der Lage sein, das WebM-Format wiedergeben zu können. Damit wird auch der Videocodec VP8 kostenlos bereitgestellt. Sowohl Mozilla, wie auch Firefox haben eine erste Testversion veröffentlicht, mit der WebM unterstützt wird. Zudem wurde bekannt, dass Googles Kommunikationsdienst Wave ab sofort auch ohne Einladung genutzt werden kann. Dafür braucht man sich nur mit seinem persönlichen Google-Account anzumelden. Damit lassen sich etwa Dokumente von mehreren Personen gemeinsam bearbeiten, ohne dass unzählige E-Mails verschickt werden müssen. Für Wave stehen auch Plugins bereit.

Nichts verpassen

Das Ressort Digital ist auch auf Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie neben unseren Tweets die interessantesten Tech-News anderer Websites.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.