Fitness-Tracker: Das kann das Sport-Armband Runtastic Orbit
Aktualisiert

Fitness-TrackerDas kann das Sport-Armband Runtastic Orbit

Derzeit sind zahlreiche Fitness-Armbänder auf dem Markt. Runtastic Orbit hebt sich jedoch durch den Tragekomfort und die lange Akkulaufzeit von der Konkurrenz ab.

von
Stephanie Sigrist

Der Aktivitäten-Tracker Runtastic Orbit zählt Schritte, analysiert Schlafphasen und misst den Kalorienverbrauch. Dazu gibt es eine Smartphone-App für iOS und Android. Diese sachliche Beschreibung würde wohl zu den meisten Fitnessarmbändern passen, die derzeit auf dem Markt sind. Samsung, Huawei und LG beispielsweise bieten allesamt ähnliche Produkte an. Orbit soll ab Ende diesen Monats erhältlich sein. 20 Minuten hat das neue Sport-Gadget getestet und überprüft, was es von der Konkurrenz unterscheidet.

Das Display des Fitness-Trackers wird im Gegensatz zu anderen Sport-Armbändern über einen physischen Button gesteuert. Ein kurzer Druck wechselt durch die verschiedenen Anzeigen, ein langer aktiviert den Schlafmodus. Runtastic Orbit bietet zusätzlich einen Vibrationsalarm, der als Motivationshilfe fungiert. Es ist möglich, sich persönliche Tagesziele zu setzen. Ein kurzes Vibrieren teilt mit, wenn diese zur Hälfte und schliesslich ganz erreicht werden. Bei 100-prozentigem Erfüllen der selbst festgelegten Ziele erscheint kurz ein Pokal auf dem Bildschirm. Bewegt man sich während einer Stunde gar nicht, vibriert das Gerät.

Nur beim Schlafen leicht störend

Bemerkenswert ist der Tragekomfort. Der Chip wird mit zwei Armbändern in Schwarz und Blau geliefert. Obwohl die Bänder eher klobig wirken, fallen sie im Alltag nicht gross auf. Einzig in der Nacht wurde Orbit teilweise als störend empfunden. Das Gadget muss aber nicht zwingend am Handgelenk befestigt werden. Es ist aufgrund der geringen Grösse des Trackers auch möglich, ihn ohne das Armband in der Hosentasche mitzutragen. Ob die Messung in diesem Falle allerdings noch immer exakt ist, konnte im Test nicht eindeutig festgestellt werden.

Die Autorin zweifelt generell noch an der Genauigkeit. Es schien, dass die Schritte ziemlich grosszügig berechnet wurden. So zeigte Orbit in einem Fall nach einer Stunde Joggen über 14'000 Schritte an. Laut der Sport-Plattform «Lauftipps» legen Hobbysportler durchschnittlich aber bloss rund 170 Schritte pro Minute zurück, was 10'200 Schritten pro Stunde entspricht. Auch ein beim Laufen mitgeführtes Smartphone kam bei vorliegendem Test auf gut 3000 Schritte weniger als Orbit.

Lange Akkulaufzeit

Das Gadget aus dem Hause Runtastic kommt mit integriertem Umgebungslicht-Sensor, der die Display-Helligkeit regulieren soll. Dennoch ist die Anzeige auf dem Display unter Sonneneinstrahlung nur schwer erkennbar. Die Hintergrundbeleuchtung ermöglicht es aber, die Bildschirmanzeige im Dunkeln abzulesen. Weiter fällt positiv auf, dass Orbit bis 100 Meter Tiefe wasserdicht sein soll. Dies hebt das Gadget von anderen Fitness-Trackern ab. Die Akkulaufzeit betrug im Versuch gut vier Tage, was ebenfalls für das 120 Euro (rund 145 Franken) teure Gerät spricht.

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