Aktualisiert

Neuer «Tatort»Das kann man von «Skalpell» erwarten

Pfingstmontag wird der zweite Luzerner «Tatort» ausgestrahlt.
20 Minuten hat «Skalpell» schon gesehen.

von
Niklaus Riegg
Delia Mayer und Stefan Gubser. (SRF/D. Winkler)

Delia Mayer und Stefan Gubser. (SRF/D. Winkler)

Die Handlung: Was erst nach einem Beziehungsdelikt im Ärzte-Milieu aussieht, entpuppt sich als ein Drama um intersexuelle Kinder (Hermaphroditen). Ein geradezu klassischer «Tatort»-Plot, das Drehbuch von Urs Bühler ist weitaus ausgereifter als das der ­ersten Luzerner Folge «Wunschdenken».

Die Hauptfiguren: Neu stösst die Polizistin Liz Ritschard, ­gespielt von Delia Mayer, zum Team von Kommissar Flückiger. Diese passt viel besser auf eine Schweizer Polizeistation als Vorgängerin Sofia Milos.

Die Nebenfiguren: Eine grosse Qualität von «Skalpell» ist, dass selbst kleinere Rollen überzeugend besetzt sind. ­Besonders Jessy Oswald sticht in der Rolle des inter­sexuellen Teenagers Alme Krasnici heraus.

Die Atmosphäre: Hier hat ­Regisseur Tobias Ineichen hervorragende Arbeit geleistet. Der Film wirkt bedrückend und mitreissend – ohne dass zu dick aufgetragen wird.

Die Stadt: Luzern Tourismus kann sich freuen – in Luzern scheint tatsächlich einmal die Sonne. Trotzdem wird die Stadt nicht zu kitschig in ­Szene gesetzt.

Die Synchronisation: 20 Minuten hat nur die Schweizer Fassung gesehen. Doch sowohl Delia Mayer als auch Tobias Ineichen betonen, dass die Hochdeutsch-Synchronisation nicht mehr im übertriebenen Kuhdeutsch gestaltet wurde.

«Tatort»-Mördersuche legt Seite lahm

Am Sonntag mussten sich die Zuschauer nach dem «Tatort» selbst auf die Suche nach dem Mörder machen – im Internet: Der Killer wurde erstmals nicht am TV ermittelt, sondern in einem Online-Spiel. Der Tatort.de-Server hielt dem Andrang aber nicht stand und brach laut Bild.de zusammen. Mittlerweile scheint das Problem behoben – bis Samstag kann noch mitgetippt werden.

Deine Meinung