Höhlenmalerei: Das «Kino» der Steinzeit
Aktualisiert

HöhlenmalereiDas «Kino» der Steinzeit

Forscher haben in diversen jahrtausende alten Felsgravuren Animationsfolgen entdeckt.

Schon in der Jungsteinzeit gingen Menschen ins Kino - wenn auch in einer äusserst primitiven Form. Das fanden Archäologen heraus, als sie drei- bis sechstausend Jahre alte Höhlenzeichnungen in der Region Valcamonica in der norditalienischen Lombardei untersuchten.

Wie die österreichischen und britischen Wissenschaftler mitteilten, reihen sich die Felsgravuren wie eine Animation aneinander. Mit Hilfe moderner Computertechnologie sollen die prähistorischen Bildersequenzen nun zum Laufen gebracht werden.

«Diese Felszeichnungen sind keine statischen Momentaufnahmen, sondern Bilder, die Geschichten im Kopf der Betrachter entstehen liessen - ganz wie im Kino», erklärte Frederick Baker vom Museum für Archäologie und Anthropologie der britischen Universität Cambridge.

Die Forscher fanden heraus, dass die urzeitlichen Künstler für ihre erzählende Malerei besondere Orte auswählten, die oft einen spektakulären Blick auf die umgebene Tallandschaft und ein besonderes Echo boten. (sda)

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