Traditionsanlass in Küssnacht – Das Klausjagen fällt Corona auch in diesem Jahr zum Opfer
Aktualisiert

Traditionsanlass in Küssnacht Das Klausjagen fällt Corona auch in diesem Jahr zum Opfer

Die St. Niklausengesellschaft von Küssnacht und Immensee haben entschieden, ihre Umzüge abzusagen. Sie distanzieren sich ausserdem von den Freiheitstrychlern.

von
Rochus Zopp
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Die traditionell gefertigten Iffelen werden in diesem Jahr am Klausjagen in Küssnacht wieder nicht zu sehen sein.

Die traditionell gefertigten Iffelen werden in diesem Jahr am Klausjagen in Küssnacht wieder nicht zu sehen sein.

20min/Daniela Gigor
Bis zu 30’000 Zuschauerinnen und Zuschauer sind jeweils mit dabei, wenn etwa 1500 Männer mit Geisseln, Iffelen, Treicheln, Fackeln und Blasinstrumenten durch die Strassen ziehen.

Bis zu 30’000 Zuschauerinnen und Zuschauer sind jeweils mit dabei, wenn etwa 1500 Männer mit Geisseln, Iffelen, Treicheln, Fackeln und Blasinstrumenten durch die Strassen ziehen.

20min/Daniela Gigor
Diese hohen Besucherzahlen und die aktuelle Pandemiesituation haben zur Absage geführt. Der Entscheid ist in Absprache mit der Kantonspolizei Schwyz und dem Amt für Gesundheit getroffen worden. 

Diese hohen Besucherzahlen und die aktuelle Pandemiesituation haben zur Absage geführt. Der Entscheid ist in Absprache mit der Kantonspolizei Schwyz und dem Amt für Gesundheit getroffen worden.

20min/Daniela Gigor

Darum gehts

  • Das Klausjagen in Küssnacht wird wie schon im Vorjahr abgesagt. Grund für die Absage sei die aktuelle Pandemiesituation und die zu erwartende hohe Besucheranzahl.

  • Am Klausjagen in Küssnacht sind jeweils 1500 Männer am Umzug mit dabei. 30’000 Zuschauerinnen und Zuschauer bestaunen jeweils vom Strassenrand aus die Iffelen.

  • Die St. Niklausengesellschaften weisen in der Medienmitteilung darauf hin, dass sie keine politischen Ziele verfolgen und in keinerlei Verbindung zu Freiheitstrychlern und ähnlichen Aktionsbündnissen stehen.

Die nächste Traditionsveranstaltung fällt Corona wieder zum Opfer: Die Umzüge des Klausjagens 2021 in Küssnacht und Immensee vom 3. Dezember werden wie schon 2020 abgesagt. Wie der Bezirk Küssnacht, die St. Niklausengesellschaften Küssnacht und Immensee in einer Mitteilung schreiben, wurde diese Entscheidung in Absprache mit der Kantonspolizei Schwyz und dem Amt für Gesundheit getroffen. Grund für die Absage ist die aktuelle Pandemiesituation und die zu erwartende hohe Anzahl der Besuchenden.

Über 200 handgefertigte Kunstwerke

Bis zu 30’000 Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem In- und Ausland verfolgen das Geschehen des Küssnachter Klausjagens Jahr für Jahr vom Strassenrand aus. Etwa 1500 Männer laufen jeweils am Umzug mit. Nach den Geisselklepfern ziehen auch über 200 handgefertigte Iffelen die Zuschauenden in ihren Bann. Die grösste Iffele ragt mit über zwei Metern Höhe über alle anderen hinweg.

Kleinere Umzüge mit den erforderlichen Schutzmassnahmen

Ebenfalls abgesagt ist der Küssnachter Kinderumzug am Nachmittag. Dieser wird durch vier geteilte Umzüge ersetzt, die bei den jeweiligen Schulhäusern starten und enden. Stattfinden werden mit den erforderlichen Covid-Schutzmassnahmen der Immenseer Schülerumzug, das Samichlausabholen im Wald, die Familienbesuche des Samichlaus sowie die Klausumzüge der Oberstufenschüler im Morgengrauen des 2. und 3. Dezembers 2021 in Küssnacht und der Immenseer Schüler am 2. Dezember 2021.

St. Niklausengesellschaften distanzieren sich von Freiheitstrychlern

Aufgrund verschiedener Anfragen weisen die St. Niklausengesellschaften Küssnacht und Immensee in der Medienmitteilung weiter darauf hin, dass sie einzig der Bewahrung des Brauchtums und dem karitativen Zweck der Bescherung verpflichtet sind. «Wir verfolgen keine politischen Ziele und stehen in keinerlei Verbindung zu Freiheitstrychlern und ähnlichen Aktionsbündnissen», ist weiter in der Mitteilung zu lesen.

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