Billag-Debatte: Das kosten die Mitarbeiter und Sendungen der SRG
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Billag-DebatteDas kosten die Mitarbeiter und Sendungen der SRG

Roger de Weck erhielt über eine halbe Million Franken, der «Tatort» kostet mehr als zwei Millionen: Das sind die Saläre und TV-Ausgaben der SRG.

von
dob
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Am 4. März stimmen die Schweizer über die Billag-Gebühren ab. Vom Wahl-Resultat hängt die Zukunft der SRG ab. Wer abstimmt, sollte auch Bescheid über einige Facts und Zahlen des öffentlich-rechtlichen Senders kennen. Das sind die Löhne der Angestellten:

Am 4. März stimmen die Schweizer über die Billag-Gebühren ab. Vom Wahl-Resultat hängt die Zukunft der SRG ab. Wer abstimmt, sollte auch Bescheid über einige Facts und Zahlen des öffentlich-rechtlichen Senders kennen. Das sind die Löhne der Angestellten:

Keystone/Jean-christophe Bott
2016 erhielten Mitarbeiter in der Logistik im Schnitt 77'521 Franken.

2016 erhielten Mitarbeiter in der Logistik im Schnitt 77'521 Franken.

Keystone/Martin Ruetschi
In der Administration 83'174 Franken.

In der Administration 83'174 Franken.

Keystone/Alessandro Della Bella

Am 4. März stimmen die Schweizer über die «No Billag»-Initiative ab. Die Debatte erhitzt schon seit Monaten die Gemüter. Wer bei der Abstimmung richtig mitreden will, sollte das Wichtigste über die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) wissen. Der «Tages-Anzeiger» hat die wichtigsten Fakten und Zahlen rund um das Unternehmen zusammengetragen.

Dazu gehört unter anderem das Salär der SRG-Mitarbeiter. Der durchschnittliche Brutto-Jahreslohn betrug im letzten Jahr 107'354 Franken. Das erscheint bei einem Durchschnittsalter von 45 Jahren ziemlich hoch. Grund dafür sei die gute Ausbildung der rund 6000 Angestellten, schreibt der «Tages-Anzeiger». So hätten 42 Prozent einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss. Bei den Journalisten sind es 65 Prozent.

De Weck kassierte 536'314 Franken

Wie viel die bekannten SRG-Gesichter verdienen, ist nicht bekannt. Anfang 2011 verkündete Reto Lipp, Moderator der Wirtschaftssendung «Eco», in seiner Sendung, dass er 120'000 Franken jährlich verdiene. «Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin kassierte laut eigenen Aussagen 100'000 Franken im Jahr 2012 .

Gemäss «Tages-Anzeiger» hat der Grossteil des SRG-Personals einen komfortablen Gesamtarbeitsvertrag. Angestellte mit einem Vollzeitpensum müssen keine Billag-Gebühren zahlen und haben Anspruch auf 5,4 Wochen Ferien im Jahr. Im letzten Jahr betrug das tiefste Salär 52'000 Franken. Zehnmal mehr verdiente die Person mit dem höchsten Salär: Der im Herbst zurückgetretene SRG-Chef Roger de Weck erhielt 536'314 Franken.

Wie viel die SRG-Mitarbeiter im Schnitt verdienen, sehen Sie in der obigen Bildstrecke.

Die Produktionskosten für Sendungen fallen ebenfalls unterschiedlich aus. Am teuersten sind die Ausgaben für die Kult-Krimi-Serie «Tatort». Sie betrugen im letzten Jahr über zwei Millionen Franken. Die Talk-Runde «Schawinski» kostete hingegen nur 16'000 Franken.

Wie hoch die Produktionskosten für die anderen Sendungen sind, sehen Sie ebenfalls in der obigen Bildstrecke.

Lesen Sie alle Fakten und Zahlen auf «Tages-Anzeiger».

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