UNTERHALTUNGSELEKTRONIK: Das Kreuz mit der Technik
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UNTERHALTUNGSELEKTRONIKDas Kreuz mit der Technik

Es gibt Haushalte, da liegen fünf oder mehr Fernbedienungen herum — aber keiner hat sie im Griff. Und manche Leute geben Unsummen für einen DVD-Recorder aus, schaffen es aber nicht, ihre Lieblingsserie aufzunehmen.

Die meisten europäischen Haushalte sind mit teuren und entsprechend komplexen Geräten für Unterhaltungselektronik ausgestattet. Damit nimmt auch die Zahl der Fernbedienungen zu, die auf dem Salontisch liegen: 83 Prozent der deutschen Haushalte besitzen drei oder mehr Fernbedienungen, 43 Prozent sogar fünf oder mehr. Dies hat eine Studie von Logitech in fünf europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und den Niederlanden) ergeben, die von dem führenden Internet-Marktforschungsunternehmen Lightspeed Research in 2500 Haushalten durchgeführt wurde.

Spickzettel im Wohnzimmer

In 30 Prozent der deutschen Haushalte kam nur gerade eine Person mit den modernen Gerätschaften zurecht. Zudem behalfen sich die Leute in jedem vierten Haushalt mit einem Spickzettel, auf dem die Bedienung der Geräte im Wohnzimmer beschrieben wird.

Die Anwender geben für solche Geräte insgesamt durchschnittlich 1000 Euro aus. So sind zum Beispiel die Schweizer im Besitz von Home Entertainment Setups im

Wert von rund 4,5 Milliarden Euro (Deutschland: 50 Milliarden Euro,

Gesamteuropa: 362 Milliarden Euro). Die Konsumenten investieren also eine beträchtliche Summe in ihre elektronische Ausrüstung — und danach scheitert die Mehrzahl von ihnen an einfachen Dingen wie der Wiedergabe einer DVD oder der Aufzeichnung einer TV-Sendung. «Mit dieser Studie zeigen wir die Problematik im Umgang mit Unterhaltungs-Elektronik in privaten Haushalten auf. Viele Haushalte geben hohe Summen für Home Entertainment Setups aus, die wenigsten können jedoch alle Geräte bedienen», sagt Gabriele Valsecchi von Logitech Schweiz.

Immer mehr Universal-Fernbedienungen

«Die Unterhaltungselektronik ist oft teuer und komplex, der Anwender möchte jedoch nur, dass die Geräte funktionieren und leicht zu bedienen sind», so Valsecchi.

Die Anschaffung einer Universal-Fernbedienung, die mit allen Unterhaltungsgeräten im Wohnzimmer kompatibel ist, kann diesem Bedürfnis einen Schritt weit entgegenkommen. Die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) prognostiziert sogar ein Marktwachstum in Europa von über 30 % für lernfähige und programmierbare Fernbedienungen, wie zum Beispiel auch Logitech sie anbietet.

Allerdings gilt es dabei zu beachten, dass gerade billige universelle Fernbedienungen den unbedarften Anwender erst recht in den Wahnsinn treiben können — wenn sie nämlich selber kompliziert sind und nur mit Mühe programmiert werden können.

(dhr)

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