Aktualisiert 28.03.2014 07:54

Fabian Schär

«Das Kribbeln vor einem Spiel hat mir gefehlt»

Drei Monate war er weg. Diese Woche gab der Schweizer Internationale Fabian Schär sein Comeback – keinen Tag zu früh.

von
ete

Die Schmerzen im Knie waren chronisch. Aber Schär schleppte sich mit einer Entzündung in der linken Kniescheibensehne dennoch durch 30 Spiele in der ersten Saisonhälfte. Im Dezember war die OP nicht mehr zu umgehen. Aber statt wie geplant im Februar zur Verfügung zu stehen, fehlte der Innenverteidiger insgesamt 14 Wochen. Jetzt ist er wieder da.

Am Dienstag hat FCB-Trainer Murat Yakin mit dem Spieler nach dem Abschlusstraining vor dem Cup-Halbfinal gesprochen. Nach reiflicher Überlegung kam Yakin danach zum Schluss, dass er seinen talentierten Abwehrspieler gegen Luzern (1:0) in der Startelf auflaufen lässt. Schär: «Wir haben gewusst, dass es wahrscheinlich noch nicht über neunzig Minuten reichen wird, aber ich habe Muri signalisiert, dass ich fit bin, mich gut fühle und bereit bin, zu spielen. Und es hat mich sehr gefreut, dass ich von Anfang an spielen durfte.»

Schwierige Zeiten, gutes Comeback

Es sei ein extrem schönes Gefühl gewesen, wieder auf dem Platz zu stehen, sagte Schär nach dem 75-minütigen Einstand in der ersten Mannschaft, nachdem er schon wenige Tage zuvor in der U21 rund eine Stunde gespielt hatte. Es seien schwierige Zeiten gewesen, wenn man nicht mit der Mannschaft trainieren könne. «Kein Ernstkampf, kein Kribbeln vor dem Spiel – das hat mir gefehlt. Auf das habe ich intensiv hingearbeitet und bin froh, dass ich es geschafft habe. Es ist alles so, wie es sein muss.»

Und auch Yakin war zufrieden und sagt: «Fabian Schär hat ein gutes Spiel gemacht.» Schär kam trotz fehlender Spielpraxis rasch ins Spiel und zu vielen Ballkontakten. Die schönsten Szenen: Einen satten Schuss (31.) sah er von Yassin Mikari auf der Linie abgewehrt und einen langen, präzisen Versuch aus rund 50 Metern (57.), mit dem er FCL-Keeper Zibung fast zu weit vor seinem Kasten erwischt hätte, über die Latte gelenkt.

Abwehr-Duo der Zukunft

Auch die Abstimmung mit Marek Suchy, seinem für ihn neuen Partner in der zentralen Abwehr, klappte bereits gut. «Wir haben sehr viel miteinander gesprochen und harmonieren schon recht gut. Und es wird von Woche zu Woche noch besser», verspricht der Ostschweizer im Dress der Rotblauen. Die wichtigste Frage, die auch die Fans der Nati interessiert, blieb bis zum Schluss offen: Und, ist er jetzt schmerzfrei? «Schmerzfrei!», vermeldet Schär mit einem Lächeln.

Die Rückkehr des Abwehrspielers kommt zur rechten Zeit, denn mit Ivan Ivanov (Kreuzbandriss) und Arlind Ajeti (Zerrung) fehlen FCB-Trainer Murat Yakin zwei zentrale Verteidiger. Und in der Europa League hat sich Marek Suchy dümmlich zwei Spielsperren eingehandelt und fehlt gegen Valencia im Viertelfinal. « Es stehen noch einige Spiele an. Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben und bin extrem froh, dass ich der Mannschaft helfen kann», so Schär. Und das wird auch Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld einer Sorge entheben.

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