Missen Pre-Show: Das Krönchen ist entzaubert
Aktualisiert

Missen Pre-ShowDas Krönchen ist entzaubert

Die Glamour-Queen ist entthront. Die Miss Schweiz ist jetzt eine von uns – mit Schmerz, Tränen und Patzern.

von
Maja Zivadinovic

Einst thronte die Miss Schweiz als übernatürliche Schönheit über ihren Untertanen. Diese Zeiten sind vorbei. 20 Minuten hat die erste Missen-Pre-Show gesehen. Und weiss: 2013 reicht ein hübsches Lächeln nicht mehr. Da stöckeln 18 Schönheits-Prinzessinen von Prüfung zu Prüfung. Sie weinen, sie schwitzen, sie sind gestresst.

Christa Rigozzi guckt weg

Und dann biegt Heidi Klum um die Ecke. Nein. Aber das könnte sie. Denn so nah war bislang nur die Model-Mutti an ihren Schätzen dran. Gleich die Einstiegsshow zeigt: Hier präsentieren sich Missen ungeschminkt. Die Damen müssen sich in Sachen Knigge beweisen. Das liegt nicht allen. Sie tapsen in. Patzen in repräsentativer Mission. Sogar Missen-Coach Christa Rigozzi muss manchmal weggucken: «Bei Smalltalks unbeholfen lächeln oder Gesprächspartner nicht kennen, geht gar nicht». Das Krönchen ist entzaubert.

Nackte Tatsachen, ohne Nippel

Die Miss wird neu erfunden. Als Mädchen von nebenan, als schwitzende Aerobic-Kollegin, und als möglicher Kumpel. Sie wird jetzt Reality-Star. Und deswegen – pardon – trashiger. Das steht ihr gut. Denn endlich ist die ganze Sause wieder unterhaltsam. Die Miss-Organisation geht mit der Zeit. Dazu gehören nackte Tatsachen. Die gibts. Aber nicht wie bei Klum mit Nippel-Blitzern – sondern mitT ränen und verschmiertem Make-Up. Da bleibt die Miss korrekte Schweizerin.

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