Aktualisiert 18.02.2020 20:55

Verletzter Prinz Frederik

«Das Land braucht keinen kaputten Kronprinzen»

Prinz Frederik von Dänemark hat sich bei einem Skiunfall in Verbier VS verletzt. Das abenteuerliche Verhalten des Royals bereitet in seiner Heimat Sorge.

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Prinz Frederik hat sich Mitte Februar 2020 beim Skifahren in Verbier VS eine Schulterverletzung zugezogen.

Prinz Frederik hat sich Mitte Februar 2020 beim Skifahren in Verbier VS eine Schulterverletzung zugezogen.

Dukas
Er musste deswegen nach Kopenhagen geflogen und operiert werden, heisst es in einer Stellungnahme des Palastes.

Er musste deswegen nach Kopenhagen geflogen und operiert werden, heisst es in einer Stellungnahme des Palastes.

Dukas
Die Verletzung habe keinerlei Auswirkung auf das Programm des Kronprinzen, heisst es weiter.

Die Verletzung habe keinerlei Auswirkung auf das Programm des Kronprinzen, heisst es weiter.

Dukas

Sportlich, aktiv und abenteuerfreudig – der dänische Kronzprinz Frederik macht keinen Hehl aus seiner Sportbegeisterung. In seiner Heimat sorgt dieses Verhalten jedoch für Kritik. Nachdem Prinz Frederik sich vor wenigen Tagen bei einem Skiunfall in Verbier VS verletzte, fordert ihn Royal-Experte Søren Jakobsen nun auf, es etwas ruhiger anzugehen.

Jakobsen hat guten Grund dafür: Der 51-jährige Prinz hat sich in den letzten Jahren sehr oft verletzt. Erst im vergangenen Winter verletzte er sich – ebenfalls bei einem Skiunfall – am Kreuzband. Im Jahr zuvor musste Frederik nach einem Treppensturz an der Bandscheibe operiert werden. Und zuvor brach sich der Prinz bei Sportaktivitäten einen Halswirbel und das Wadenbein.

Ein Prinz mit Pfeffer im Hintern

«Der Kronprinz sollte vorsichtiger mit sich umgehen. Immerhin ist er ein 51 Jahre alter Mann», sagt Søren Jakobsen zur dänischen Zeitung «BT». Die jüngste Verletzung in Verbier sei «glücklicherweise nicht schlimm und er wird seine royalen Pflichten weiterhin wahrnehmen können», meint der Experte. Dennoch musste der Kronprinz seine Familienferien in der Schweiz unterbrechen, um nach Kopenhagen gebracht zu werden, wo er schliesslich an der linken Schulter operiert wurde.

«Er darf nicht vergessen, dass das Land keinen kaputten Kronprinzen gebrauchen kann, wenn es an der Zeit ist, für seine Mutter zu übernehmen», sagt Jakobsen. Der Experte rechnet damit, dass Kronzprinz Frederik im Alter von etwa 60 Jahren – wenn seine Mutter nicht vorher stirbt – die Aufgabe von Königin von Margrethe II. beerben wird. «Also kann er bis dahin nicht die ganze Zeit repariert werden», ärgert sich Jakobsen.

Die dänische Königin wird ihren Sohn wohl nicht zwingen können, seine Freizeit-Aktivitäten zu reduzieren, meint der Experte weiter. «Diese Haltung muss wohl von Frederik selber kommen. Hin und wieder wird ihn aber die Lust nach Abenteuer packen», glaubt Jakobsen. «Es ist Teil seines Charakters, er hat Pfeffer im Hintern. Aber in diesem Fall gibt es keinen Raum für ihn, selbst eine Entscheidung zu treffen. Er hat eine Verantwortung für die Nachfolge.»

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