Das letzte Mahl der Todeskandidaten

Aktualisiert

Das letzte Mahl der Todeskandidaten

Eine Webseite ist ganz den kulinarischen Wünschen Todgeweihter gewidmet. Saddam Hussein scheint kein Gourmet gewesen zu sein.

In vielen Ländern, in denen die Todesstrafe noch vollzogen wird, dürfen sich die Delinquenten ihre Henkersmahlzeit selbst zusammenstellen. Auf Kaviar und Entenleber müssen sie zwar verzichten, doch in der Regel ist der Gefängniskoch angehalten, den Wünschen so gut wie möglich nachzukommen.

Laut deadmaneating.com bestand Saddam Husseins Henkersmahlzeit aus Hühnchenfleisch und Reis. Zu trinken gab es Honig, aufgelöst in heissem Wasser. Ob des Ex-Diktators kulinarische Wünsche allerdings berücksichtigt wurden, bleibt zu bezweifeln.

Mit dem Brauch der Henkersmahlzeit soll mit dem Todeskandidaten eine Art letztes Übereinkommen getroffen werden, in dem der Delinquent das Urteil anerkennt.

Übrigens: Gebratenes Hühnchen war 2006 der Spitzenreiter unter den in Amerika verurteilten Todeskandidaten und am strikten Rauchverbot hält die US-Justiz bis zum bitteren Ende fest.

(mbu)

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