Sauna in der Badi: Das Lorrainebad wird künftig zur Freiluftsauna

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Sauna in der BadiDas Lorrainebad wird künftig zur Freiluftsauna

Das Lorrainebad soll sich während der Wintersaison in eine
Saunalandschaft verwandeln. Jurten und Aarewasser werden künftig zum neuen Saunaerlebnis beitragen.

von
rc
Auf dieser Visualisierung sind die vier jurten abgebildet, die künftig im Lorrainebad stehen sollen.

Auf dieser Visualisierung sind die vier jurten abgebildet, die künftig im Lorrainebad stehen sollen.

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Bereits nächsten Samstag öffnet das Berner Lorrainerbad wieder seine Tore und wird unzählige Menschen ans Aareufer im Nordquartier locken. Im Winter scheint der Bereich um das Lorrainebad jedoch oft wie ausgestorben. Dagegen möchte der Verein Sauna Lorrainebad etwas unternehmen: Schon im nächsten Winter könnten auf der hinteren, leicht erhöhten Liegewiese im Lorrainebad vier neue Jurten stehen.

«Während vier bis fünf Monaten möchten wir das Lorrainebad zu einer öffentlichen Sauna an der Aare umwandeln», sagt Mario Bernhard vom Verein Sauna Lorrainebad. Der Sommerbetrieb bleibe wie gehabt und werde durch die winterliche Zwischennutzung nicht beeinträchtigt.

Lorrainebad wird zur Wellnessoase

Das Vorbild fand sich in anderen Städten: «In anderen Schweizer Städten wie Zürich, Basel oder Genf wird schon längst an öffentlichen Gewässern sauniert», sagt Jonas Baumann, finnisch-schweizerischer Doppelbürger und Initiator des Projekts. Als ruhiger und naturnaher Ort mitten in Bern sei das Lorrainebad der optimale Standort für eine Freiluftsauna an der Aare.

So kann man sich künftig nach einer heissen Sauna im Schnee des Lorrainebads abkühlen oder gleich einen Sprung in die kalte Aare wagen. Denn seit Kurzem liegt dem Verein eine Baubewilligung für eine Empfangs-, eine Ruhe- und zwei Saunajurten vor.

Das Projekt benötigt finanzielle Unterstüzung

Damit der Verein das Projekt bereits kommenden Winter 2018/19 realisieren kann, ist der Verein Sauna Lorraine jedoch auf zusätzliche finanzielle Mittel von Stiftungen, Gönnern oder Sponsoren angewiesen. «Wir sind dabei, ein Crowdfunding zu organisieren», sagt Mario Bernhard. Diese soll dem Projekt im kommenden Sommer den Weg ebnen. Der Verein versuche zuerst mit Hilfe von Sponsoren Geld zu sammeln und möchte die übrige Differenz in einem zweiten Schritt mittels Crowdfunding ausgleichen. «Das Ziel unserer Crowdfundingaktion wird im fünfstelligen Bereich liegen», erklärt Bernhard.

Das Projekt wird ausserdem vom Sportamt der Stadt Bern unterstützt. «Wir begrüssen die Idee und würden uns über eine Realisation freuen», lässt Markus Gasser, stellvertretender Leiter des Sportamt verlauten.

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