23.10.2020 06:39

kochen, NassRasur und PlaystationDas machen die FC-Basel-Spieler in der Quarantäne

Die Corona-Pandemie bremst den FC Basel aus. Ein Einblick, wie Silvan Widmer, Timm Klose und Orges Bunjaku den Tag verbringen.

von
Eva Tedesco
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23 Spieler und zwei Staff-Mitglieder sind unter Quarantäne gestellt. Das hat der kantonsärztliche Dienst Basel-Stadt entschieden. Auch das nähere Umfeld, das in der letzten Woche engen Kontakt mit einem positiv getesteten Spieler hatte, ist betroffen.

23 Spieler und zwei Staff-Mitglieder sind unter Quarantäne gestellt. Das hat der kantonsärztliche Dienst Basel-Stadt entschieden. Auch das nähere Umfeld, das in der letzten Woche engen Kontakt mit einem positiv getesteten Spieler hatte, ist betroffen.

Foto: Freshfocus

Darum gehts

  • Seit letztem Sonntag befindet sich der Grossteil der 1. Mannschaft des FC Basel in Quarantäne.

  • Wo und wie verbringen die Spieler ihre unerwartete Freizeit?

  • Drei Spieler geben einen Einblick.

Das Wochenende naht und die Super-Ligisten bereiten sich auf die nächste Meisterschaftsrunde vor. Aber nicht alle: Der FC Sion und der FC Basel stecken in Quarantäne. Statt selber auf dem Rasen zu stehen, können sie sich die Spiele lediglich zu Hause allein auf dem Sofa am TV anschauen. Wie nutzen die Spieler diese unerwartete Freizeit? Auf Fcb.ch geben Timm Klose, Orges Bunjaku und Silvan Widmer einen kleinen Einblick in den Alltag mit ungewohnt viel Freizeit.

Nassrasur, weil ihn keiner sieht

Silvan Widmer hat sich in der Zweitwohnung in der Nähe des Joggeli einquartiert. «Meine Frau ist schwanger und gehört zur Risikogruppe, und ich wollte sie auf keinen Fall gefährden», sagt der Rechtsverteidiger. Kontakt zu seiner Frau Céline und Töchterchen Alissa Chloé hält er jeweils via Facetime, damit er sie nicht allzu sehr vermisst und Alissa den Papi, zumal der 12-fache Schweizer Internationale erst letzte Woche nach 10-tägiger Abwesenheit erst aus der Nationalmannschaft zurückgekehrt war. Grossen Wert legt Widmer, so erzählt er weiter, auf einen geregelten Tagesablauf und auf das tägliche Training auch zu Hause. «Ich stehe zwischen 8 und 8.30 Uhr auf und mache mir das Frühstück. Dann trainiere ich mit den vorhandenen Möglichkeiten rund zwei Stunden. Ich bin froh um mein Rudergerät, auf dem man die Ausdauer sehr gut trainieren kann.» Der 27-Jährige ist überzeugt, dass alle gestärkt aus dieser Situation herauskommen werden.

Aufwendige Menüs, damit die Zeit vergeht

Timm Klose muss noch auf sein Comeback warten. 23 Spieler und zwei Staff-Mitglieder der Basler sind noch bis und mit 25. Oktober in Quarantäne. 

Timm Klose muss noch auf sein Comeback warten. 23 Spieler und zwei Staff-Mitglieder der Basler sind noch bis und mit 25. Oktober in Quarantäne.

Foto: Freshfocus

Ihm sei seit Beginn der Pandemie stets bewusst gewesen, dass es jemanden in seinem Umfeld oder aus der Mannschaft treffen könnte. Geschockt war Timm Klose aber nicht. «Mir war im ersten Moment wichtig, dass es dem betroffenen Spieler den Umständen entsprechend gut geht und er keine starken Symptome hat.» Weil der ehemalige Norwich-Profi erst vor wenigen Wochen aus England nach Basel zurückgekehrt ist, hat es sich der Verteidiger in der Wohnung seiner Mutter gemütlich gemacht, die vorübergehend woanders unterkam. Auch für Klose ist ein geregelter Tagesablauf wichtig. Sein Training absolviert der Verteidiger jeweils am Morgen entweder auf dem Velo oder er macht Bodenübungen.

Erfahrungen sammeln konnte er ja schon im Frühjahr während des Lockdown. «Dann koche ich etwas, lerne für mein Studium und arbeite an meinen Projekten in Basel. Nach dem Nachtessen werfe ich mich dann meist auf die Couch, zocke ein wenig an der Playstation oder schaue fern.» Der 32-Jährige hat auch einen Tipp für Leidensgenossen, die auch in Quarantäne müssen: «Versucht, etwas zu kochen, das lange dauert, etwas Spezielles und Aufwendiges, und geht Projekte an, die ihr im stressigen Alltag nie in Angriff nehmen konntet. Und das Wichtigste: Versucht, zuversichtlich zu bleiben – jede Zeit geht irgendwann vorbei.»

Spielkonsole und getrennte Zimmer

Orges Bunjaku hält sich im Wohnheim des FCB mit einem Programm, das er vom Athletik-Trainer der Basler erhielt, fit. 

Orges Bunjaku hält sich im Wohnheim des FCB mit einem Programm, das er vom Athletik-Trainer der Basler erhielt, fit.

Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)

Orges Bunjaku bedauert, dass kein Mannschaftstraining und keine Spiele stattfinden. Das sei jammerschade, weil es dem FCB sportlich und auch ihm persönlich gut lief. «Körperlich fühle ich mich topfit. Leider bin ich, wie viele andere momentan ‹eingesperrt›…» Und zwar im Wohnheim des FCB – zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Tician Tushi. «Aber in getrennten Zimmern», wie er anfügt. Ausgestattet mit einem Programm des Athletik-Trainers, das er im Zimmer durchführen kann, versucht er, in Form zu bleiben. Aus Langeweile zu futtern, liegt nicht drin. «Wichtig ist, dass man bezüglich Ernährung aufmerksam und diszipliniert bleibt», so der 19-jährige Mittelfeldspieler. Neben dem Training, das er jeweils am Morgen und am Nachmittag absolviert, gehören Netflix, Youtube und Fernsehen zum Zeitvertreib. Und natürlich auch die Playstation. «Bestellt euch eine Spielkonsole, wenn ihr noch keine habt», ist sein nicht ganz ernst gemeinter Tipp.

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28 Kommentare
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Verteidiger

24.10.2020, 09:08

Da muss man sich nicht wundern wen der FCB Corona Fälle in der Mannschaft hat wen sich die Spieler noch freuen die Maske auf dem Flughafen nicht richtig zu tragen, Gratulation.

Hugo

23.10.2020, 10:06

Starcker auftritt des FCBasel toll im schuss gute Form schöner artikel ich liebe diese spieler über alles sie so schön und stark trotzen jedem virus supermenns❤❤❤

pit

23.10.2020, 09:47

nur mal so zur info würde aktuele bilder verwenden...titelbild