Kreuzlingen TG – «Das macht uns sehr wütend» – Kater mit Luftgewehr angeschossen
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Kreuzlingen TG«Das macht uns sehr wütend» – Kater mit Luftgewehr angeschossen

Es war ein grosser Schock für F.L. und seine Frau, als sie neulich die Verletzung ihres Katers Mogli bemerkten: Ein Metallstück steckte in ihm drin. Nach einem Tierarztbesuch am folgenden Tag war klar, dass Mogli von einem Luftgewehr getroffen wurde.

von
Pascal Eicher
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Als Kater Mogli eines Tages nach Hause kam, stellten seine Besitzer fest, dass ein Metallstück in seinem Körper steckte. 

Als Kater Mogli eines Tages nach Hause kam, stellten seine Besitzer fest, dass ein Metallstück in seinem Körper steckte.

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F.L. und seine Frau waren schockiert und wütend als sie die Wunde bemerkten.

F.L. und seine Frau waren schockiert und wütend als sie die Wunde bemerkten.

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Der Tierarztbesuch zeigte, dass die Verletzung von einem Luftgewehr verursacht worden war.

Der Tierarztbesuch zeigte, dass die Verletzung von einem Luftgewehr verursacht worden war.

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Darum gehts

  • Kater Mogli aus Kreuzlingen TG wurde am 10. November von einem Luftgewehr getroffen.

  • Katzenhalter F.L. hat Flyer in der Nachbarschaft verteilt, um auf den Vorfall aufmerksam zu machen.

  • Es gibt noch keine konkreten Hinweise zur Täterschaft.

  • Dem Kater geht es gut, die Schussverletzung hat ihn nicht ernsthaft in Gefahr gebracht.

F.L. und seine Frau erlebten am Mittwoch, 10. November, eine unerfreuliche Überraschung, als ihr Kater Mogli am Abend in die gemeinsame Wohnung in Kreuzlingen TG zurückkehrte: Beim Streicheln mussten sie feststellen, dass ein Metallstück im Körper der Katze steckte. «Es war ein Schock und hat uns sehr wütend gemacht», sagt Katzenhalter F.L. zu 20 Minuten.

Der Tierarztbesuch am Tag darauf brachte dann hervor, dass es sich um das Projektil eines Luftgewehrs handelte. Daraufhin hätten seine Frau und er zunächst einmal das weitere Vorgehen besprechen müssen, so F.L. Denn: «Als wir Mogli übernommen haben, dachten wir nicht, dass Menschen ihn auf diese Weise gefährden könnten».

Flyer verteilt und Anzeige erstattet

Das Ehepaar entschied, die Nachbarschaft mit Flyern auf den Vorfall aufmerksam zu machen. Darauf werden die Nachbarn gebeten, sich mit Hinweisen bei F.L. zu melden. Auch der Schütze wird angesprochen: Er solle sich persönlich oder anonym melden, denn es ginge ihm nicht darum, die Polizei auf ihn zu hetzen, schreibt F.L. Die Flyer zeigten aber bislang nicht viel Wirkung. «Wir haben noch keine handfesten Hinweise erhalten, damit war aber auch nicht zu rechnen. Mit den Flyern wollten wir vor allem erreichen, dass die Leute die Augen offen halten und dass so etwas nicht mehr passiert», sagt F.L.

Obwohl F.L. eine Lösung ohne Polizeibeteiligung bevorzugt hätte, entschied er sich am darauffolgenden Montag, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Dies bestätigt Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage. Es sei leider nicht der erste Vorfall dieser Art im Kanton Thurgau, sagt Roth. Zudem gestaltet sich die Suche nach der Täterschaft schwierig. «Luftgewehre sind nicht registrierungspflichtig, wir wissen also nicht, wer in der Umgebung eines besitzt. Daher sind wir auf weitere Indizien oder Hinweise angewiesen», sagt Roth weiter.

«Es ist ihm immer gut gegangen»

Immerhin: Für Kater Mogli bestand glücklicherweise nie eine ernsthafte Gefahr. «Es ist ihm immer gut gegangen, wir haben an seinem Verhalten nichts ungewöhnliches bemerkt», sagt F.L. Nur durch das Streicheln seien sie überhaupt auf die Verletzung aufmerksam geworden. «Das Projektil scheint ihn an einer Stelle getroffen zu haben, wo es ihn nicht so sehr störte», so F.L.

Dass ein Angriff per Schusswaffe so glimpflich ausgeht, ist aber nicht selbstverständlich. Dies zeigen Vorfälle wie zum Beispiel in Heerbrugg SG oder in Olten SO, bei denen Katzen Opfer ähnlicher Angriffe wurden und operiert werden mussten. Folgeschäden oder gar das Ableben der Katze sind dabei nicht ausgeschlossen.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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