Aktualisiert 24.05.2007 12:56

Das Meistergeheimnis

Während der VfB Stuttgart bereits seinen Meistertitel feiert, geht es in der Schweiz noch um die Wurst. Sami Khedira, Stuttgarts Meisterschütze, verrät das Rezept für den Erfolg. Obs dem FCB und dem FCZ noch etwas nützt?

Die jüngste Mannschaft wurde in der Bundesliga Meister. Der Jugendbonus würde in der Schweiz eigentlich auf den FC Zürich fallen. Doch auch Basel setzt zumindest zum Teil auf die Jugend. Und auch wenn es nicht so wäre, die «alten Säcke aus Mailand» (Zitat: Focus Online) haben in der Champions League bewiesen, dass Alter vor Erfolgen nicht schützt. Wie dem auch sei, Stuttgarts Siegtorschütze beim entscheidenden 2:1 seines Teams gegen Cottbus hat der «Bild» das Meistergeheimnis der Schwaben verraten.

Der 20-Jährige ist einer von sechs Profis (Khedira, Hildebrand, Gomez, Tasci, Beck, Genter), welche aus der eigenen Jugend stammen. «Wir durften keine Tattoos, keine Ohrringe und keine Rasta-Locken tragen. Auch lange Haare waren verboten. Wer gegen diese Regeln verstiess, musste Ohrringe abnehmen oder Tattoos abkleben – oder wurde im extremen Fall nicht in die nächste Jugend übernommen», so der gebürtige Tunesier. Harte Sitten. Doch der Grund liegt auf der Hand wie Khedira erklärt: «Der VfB möchte damit erreichen, dass man auf dem Teppich bleibt und sich nicht in jungen Jahren als Star fühlt. So sind wir alle erzogen.»

Das Konzept zeigt Wirkung. In Stuttgarts Jugend spielen von den C- bis A-Junioren aktuell über 40 Nationalspieler. Khedira selber wurde bereits als B- und A-Junior mit dem VfB Meister: «Uns wurde immer gesagt: Nicht viel quatschen, sondern Leistung auf dem Platz zeigen. Bescheiden nach aussen, aber trotzdem geil auf den Sieg sein.» Mögen auch heute Abend Basel und Zürich sich daran halten und auf, nicht neben, dem Platz für Furore sorgen.

(fox)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.