Schon tags darauf soll Charles König sein - Das muss nach dem Tod von Queen Elizabeth II. alles geschehen
Publiziert

Schon tags darauf soll Charles König seinDas muss nach dem Tod von Queen Elizabeth II. alles geschehen

Wer was zu tun hat, wenn die britische Monarchin Elizabeth II. (95) das Zeitliche segnet, ist bis ins Detail festgeschrieben – im Geheimen. Nun wurden Einzelheiten aus dem entsprechenden Protokoll namens «Operation London Bridge» bekannt.

1 / 5
Queen Elizabeth II., Königin von Grossbritannien und 15 Nationen im Commonwealth, ist mittlerweile 95 Jahre alt.

Queen Elizabeth II., Königin von Grossbritannien und 15 Nationen im Commonwealth, ist mittlerweile 95 Jahre alt.

Getty Images
Hier zeigt sie sich in bester Laune a Pferderennen in Ascot

Hier zeigt sie sich in bester Laune a Pferderennen in Ascot

Getty Images
Im April 2020 wandte sie sich in mit einer Botschaft der Hoffnung an die pandemiegeplagten Briten.

Im April 2020 wandte sie sich in mit einer Botschaft der Hoffnung an die pandemiegeplagten Briten.

AFP

Darum gehts

  • Die Regierung Grossbritanniens hat sich im Geheimen minutiös darauf vorbereitet, was zu geschehen hat, wenn Queen Elizabeth II. sterben sollte.

  • Seit Jahren sickerten Details zur Operation London Bridge durch, doch nun erlangte das Magazin «Politico» Einblick in den gesamten Ablauf.

  • Das Protokoll listet alles auf, was in den zehn Tagen bis zum Begräbnis der Monarchin zu tun ist.

  • Am Tag nach dem Tod von Elizabeth II. soll ihr Sohn Charles als neuer König ausgerufen werden.

Die Queen erfreut sich zwar robuster Gesundheit, ist aber doch schon stattliche 95 Jahre alt. Im vergangenen April verstarb ihr Gatte Prinz Philip im Alter von 100 Jahren. Sie selbst regiert Grossbritannien seit nahezu 70 Jahren. Da erstaunt es nicht weiter, dass sich die Behörden im Stillen und über alle Bereiche hinweg mit dem Szenario des Todes der Herrscherin auseinandersetzen – zumal erwartet wird, dass das Ereignis Zehntausende nach London locken wird und die Stadt laut einem Memo erstmals «gänzlich voll» sein könnte. Was umfassende Aktionen zur Verhinderung gefährlicher Menschenmengen bedinge. Um alle Staatsgäste und Würdenträger zur Abdankung einzuladen und unterzubringen gilt es, gewaltige logistische Herausforderungen zu meistern.

Das Magazin «Politico» hat nun Einblick in die Pläne für die «Operation London Bridge» erhalten, welche die nach dem Tod der Queen notwendigen Schritte bis ins Detail regeln. So soll etwa sichergestellt werden, dass mittels einer «Kaskade» von Telefonaten alle Regierungsmitglieder in kürzester Zeit informiert werden. Zudem müsse gewährleistet sein, dass an der Downing Street innert zehn Minuten alle Flaggen auf Halbmast gesetzt würden, um einen öffentlichen Aufschrei zu vermeiden.

Rasche Ausrufung von Prinz Charles als König

Das Protokoll beschreibt, was am «D-Day» zu geschehen hat, aber auch für die folgenden Tage – jeweils als D+1, D+2 und so fort bezeichnet – bestehen klare Anweisungen. Am Todestag sollen unter anderem die Parlamente zusammentreten, die königliche Familie soll die Pläne für die Beerdigung zehn Tage nach dem Tod der Monarchin bekanntgeben und der Premierminister eine Audienz beim Thronfolger Prinz Charles erhalten, der danach eine Rede an die Nation halten soll. Zudem sollen Salutschüsse abgegeben und eine Schweigeminute abgehalten werden, an einem «spontan» abgehaltenen Gottesdienst sollen die wichtigsten Mitglieder der Regierung der Verstorbenen gedenken.

Am Folgetag D+1 wird sich der Thronfolgerat im St. James Palace treffen und Charles als neuen König bestätigen. In den folgenden Tagen soll er das Königreich bereisen und diverse Gottesdienste und Trauerkundgebungen besuchen.

Royale Website färbt sich schwarz

Auch was in Sachen Social Media geschehen soll wird bis ins Detail vorgeschrieben. So soll sich die Homepage der royalen Website schwarz verfärben und ein kurzes Statement zum Tod der Königin zeigen. Auch sämtliche staatlichen Websites werden mit einem schwarzen Banner versehen. Nebensächliche Inhalte werden temporär verbannt. Das Teilen von Tweets wird der Bewilligungspflicht durch die Kommunikationsabteilung der Regierung unterstellt.

Wie «Politico» zur Beruhigung anfügt, sei die Königin aber bei bester Gesundheit, und es gebe keinen besonderen Anlass, der es erfordere, dass die Pläne aktuell angepasst werden müssten.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(trx)

Deine Meinung

144 Kommentare