Endspurt in der National League: Das musst du über das anstehende Eishockey-Playoff wissen
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Endspurt in der National LeagueDas musst du über das anstehende Eishockey-Playoff wissen

Die reguläre Spielzeit in der National League neigt sich dem Ende zu. Wir bringen Ordnung in die unübersichtliche Tabellen-Situation.

von
Adrian Hunziker
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Der EV Zug ist auf dem Weg, den Punkterekord in der National-League-Quali zu brechen. 

Der EV Zug ist auf dem Weg, den Punkterekord in der National-League-Quali zu brechen.

Urs Lindt/freshfocus
So präsentiert sich die aktuelle Tabellen-Situation in der National League. 

So präsentiert sich die aktuelle Tabellen-Situation in der National League.

Foto: National League
Die SCL Tigers müssen untendurch und werden wohl auch das Pre-Playoff verpassen. 

Die SCL Tigers müssen untendurch und werden wohl auch das Pre-Playoff verpassen.

Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

  • Die Quali der National League neigt sich dem Ende zu.

  • Die Tabelle ist weiterhin unübersichtlich.

  • Nur die SCL Tigers sind abgeschlagen Letzter.

  • Und der souveräne Leader EVZ strebt den Punkterekord an.

Es ist eine ungewöhnliche, unübersichtliche, ja eigentlich verrückte Saison – dank Corona. Doch die reguläre Spielzeit in der National League neigt sich dem Ende zu, einige Mannschaften haben schon bald 52 Spiele absolviert. Es ist Zeit für eine Wasserstandsmeldung: Welche Teams sind im Playoff, welche erst im Pre-Playoff und welche sind bereits ausgeschieden?

Beginnen wir ganz unten: Dieses Jahr muss kein Team Angst vor dem Abstiegsgespenst haben, denn es wird keinen Absteiger geben. Weil es aber sehr wahrscheinlich einen Aufsteiger geben wird, werden in der Saison 2021/22 13 Teams in der National League spielen. Qualisieger in der Swiss League wurde der EHC Kloten – punktgleich mit dem HC Ajoie. Das Playoff verspricht Spannung.

EVZ strebt Punkterekord an

Doch zurück zur obersten Liga – und direkt in den Keller. Beinahe keine Chance mehr auf das Pre-Playoff und damit das frühe Saisonende vor Augen haben die SCL Tigers. 18 Punkte Rückstand auf den Drittletzten – und damit das rettende Ufer –, den SC Bern, bei einer Partie weniger absolviert, spricht eine deutliche Sprache. Die Emmentaler stellen in dieser Saison klar das schlechteste Team.

Die Mannschaft, die bisher am meisten überzeugte, ist der souveräne Leader, der EV Zug. Als einziges Team stehen die Zentralschweizer bereits direkt im Playoff. Bisher hat der EVZ 2,23 Punkte pro Spiel eingefahren und ist auf bestem Weg, den Punkterekord von 113 Zählern (in 50 Runden) des HC Davos aus der Saison 2010/11 zu überbieten. Da in der aktuellen Spielzeit aber 52 Runden absolviert werden, muss der EVZ 118 Punkte erreichen, um den Rekord zu knacken. In acht verbleibenden Runden brauchen die Zuger dazu noch 20 Punkte.

Wer muss über Klippe springen?

Eine schwache Saison zeigt bisher der SC Bern. Doch die Mutzen scheinen sich rechtzeitig gefangen zu haben und steuern einem Pre-Playoff-Platz entgegen. Der SCB, Ambri und Rappi streiten sich darum, den zweitletzten Platz, der ebenfalls das vorzeitige Saisonende bedeutet, zu verlassen. Da nur wenige Teams annähernd gleich viele Partien bestritten haben, ist es noch immer schwierig, die Übersicht zu behalten. Grund für die Unterschiede sind die vielen Spiele, die wegen Corona-Quarantäne-Fällen hatten verschoben werden müssen.

Die ZSC Lions, Fribourg, Servette, Lugano und Lausanne stehen aktuell auf einem Playoff-Platz. Biel und Davos haben «nur» einen Pre-Playoff-Platz inne. Vor allem die Chancen des HCD auf einen direkten Playoff-Platz stehen schlecht.

Die Quali geht am Ostermontag (5. April) zu Ende. Bereits am Mittwoch, 7. April, beginnt das Pre-Playoff. In einer Best-of-3-Serie duellieren sich der 7. und der 10, sowie der 8. und der 9. Das Team, das zweimal gewinnt, kommt ins Playoff und belegt dort entweder Platz 7 oder 8.

Am Dienstag, 13. April, beginnen die Viertelfinals. Der Viertel-, Halb- und auch der Final werden im Best-of-7-Modus ausgetragen. Spätestens am Freitag, 14. Mai soll laut Spielplan der Schweizer Meister feststehen. Nur eine Woche später beginnt bereits die Eishockey-WM in der lettischen Hauptstadt Riga, wo die Nati in der Gruppe A auf Russland, Schweden, Tschechien, die Slowakei, Dänemark, Weissrussland und Grossbritannien trifft.

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