Erleichterter Zugang für Genesene – Das musst du über das neue Schweizer Covid-Zertifikat wissen
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Erleichterter Zugang für GeneseneDas musst du über das neue Schweizer Covid-Zertifikat wissen

Das Schweizer Covid-Zerfitikat wird definitiv eingeführt. Neuigkeiten gibt es auch zu den Antikörpertests und der Auffrischungsimpfung.

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Der Bundesrat führt ein Schweizer Covid-Zertifikat ein, das nur im Inland gültig ist.

Der Bundesrat führt ein Schweizer Covid-Zertifikat ein, das nur im Inland gültig ist.

20min/Celia Nogler
Damit soll der Zugang zum Zertifikat für Genesene erleichtert werden.

Damit soll der Zugang zum Zertifikat für Genesene erleichtert werden.

20min/Marco Zangger
Das Schweizer Zertifikat kann auch durch einen Antikörpertest erlangt werden.

Das Schweizer Zertifikat kann auch durch einen Antikörpertest erlangt werden.

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Darum gehts

  • Der Bundesrat will den Zugang zum Zertifikat für Genesene erleichtern.

  • Die Gültigkeitsdauer des Zertifikats wird für Genesene im Inland verlängert.

  • Der Bund übernimmt weiterhin die Testkosten nach der Erstimpfung.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 3. November 2021 die Einführung des bereits zuvor angekündigten «Schweizer Covid-Zertifikats» definitiv beschlossen. Damit kann die Gültigkeitsdauer des Covid-Zertifikats für genesene Personen im Inland auf zwölf Monate verlängert werden. Bisher war das Zertifikat sechs Monate gültig. Personen müssen ihre Genesung mit einem PCR-Test belegen können. Der Bundesrat will so den Zugang zum Zertifikat für die Benutzung im Inland erleichtern, insbesondere für genesene Personen.

Laut dem Bund zeigen aktuelle wissenschaftliche Daten, dass Menschen nach einer Covid-Infektion ausreichend vor schwerer Erkrankung und Hospitalisation geschützt seien. Weiterhin empfiehlt der Bund genesenen Personen, sich ab vier Wochen nach der Infektion einmal impfen zu lassen.

Zertifikat mit Antikörpertest

Zudem können auch Personen mit einem aktuellen positiven Antikörpertest (serologischer Test) ein Schweizer Zertifikat erhalten. Dieses ist 90 Tage und nur in der Schweiz gültig. Akzeptiert werden Antikörpertests, die den WHO-Standards entsprechen, eine CE-Zertifizierung aufweisen und von einem durch Swissmedic zertifizierten Labor durchgeführt werden. Der Test kostet im Schnitt rund 70 Franken und muss selbst bezahlt werden.

Booster-Impfungen sind gratis

Der Bundesrat hat zudem beschlossen, dass auch die Auffrischimpfung kostenlos ist und die Testkosten für Erstgeimpfte auch nach Ende November während sechs Wochen nach der Erstimpfung vom Bund übernommen werden. Die Auffrischungsimpfung ist weiterhin nur für über 65-Jährige oder Personen mit einer Immunschwäche vorgesehen.

Personen, die sich aus medizinischen Gründen weder impfen noch testen lassen können, erhalten ab Mitte Dezember 2021 auf Antrag ein Schweizer Covid-Zertifikat, das 365 Tage gültig ist. Dieser Personenkreis ist laut dem Bund klein.

Zertifikat für Touristinnen und Touristen

Zurzeit erhalten Touristinnen und Touristen, die im Ausland mit einem von Swissmedic oder der EMA zugelassenen Impfstoff geimpft wurden, ein Covid-Zertifikat, das in der Schweiz und in der EU gültig ist.

Ab Ende November 2021 erhalten jene Touristinnen und Touristen Zugang zu einem Schweizer Zertifikat, die mit einem nur von der WHO zugelassenen Impfstoff geimpft wurden. Aktuell betreffe dies die Impfstoffe Sinovac und Sinopharm. Die Gültigkeitsdauer ist auf 30 Tage beschränkt.

Bund übernimmt weiterhin Testkosten nach Erstimpfung

Der Bundesrat hat entschieden, dass die Tests für diese Personen bis maximal sechs Wochen nach der Erstimpfung weiterhin übernommen werden. Wartet eine Person länger mit der Zweitimpfung, muss sie die Kosten für die Tests selber tragen. Die Kostenübernahme war ursprünglich auf Ende November befristet. Damit nimmt der Bundesrat ein Anliegen der nationalrätlichen Gesundheitskommission auf.

Schnelltests werden günstiger

Der Bundesrat hat die Kostenübernahme für die Antigen-Schnelltests durch den Bund angepasst und von 47 Franken auf maximal 36 Franken gesenkt. Dem Bund darf weiterhin maximal der Betrag verrechnet werden, welcher der selbst zahlenden Person in Rechnung gestellt wird. Damit kosten die Antigen-Schnelltests neu maximal gleich viel wie die neu verfügbaren und qualitativ besseren gepoolten Speichel-PCR-Tests für Einzelpersonen.

Die Anpassungen treten am 16. November in Kraft.

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