Delta Plus – Das musst du über die neue Corona-Mutation AY.4.2 wissen
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Delta PlusDas musst du über die neue Corona-Mutation AY.4.2 wissen

In Grossbritannien wurde im Juli die als Delta Plus bezeichnete Virusvariante AY.4.2 zum ersten Mal registriert. Auch in der Schweiz trat der Subtyp der Delta-Mutation bereits auf.

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In Grossbritannien trat die Mutation der Delta-Variante zum ersten Mal im Juli 2020 auf (Symbolbild).

In Grossbritannien trat die Mutation der Delta-Variante zum ersten Mal im Juli 2020 auf (Symbolbild).

Pixabay
In der Schweiz wurde AY.4.2 erstmals Anfang September entdeckt.

In der Schweiz wurde AY.4.2 erstmals Anfang September entdeckt.

20min/Celia Nogler
Der neue Subtyp soll rund zehn Prozent ansteckender sein als das ursprüngliche Coronavirus.

Der neue Subtyp soll rund zehn Prozent ansteckender sein als das ursprüngliche Coronavirus.

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Darum gehts

  • Bei AY.4.2 handelt es sich um eine Mutation der Delta-Variante des Coronavirus.

  • Auch in der Schweiz wurde diese Mutation bereits entdeckt.

  • Ein Genetiker schätzt die Gefährlichkeit von AY.4.2 ein.

Dass Viren ständig mutieren, ist nichts Neues. Nicht immer sind solche Mutationen gefährlicher oder ansteckender. Es gibt jedoch Virusmutationen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als «Variants of Interest» eingestuft werden.

Die WHO hat eine neue Mutante der Corona-Variante Delta im Blick, die laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) Anfang September zum ersten Mal auch in der Schweiz registriert wurde.

Das Virus namens AY.4.2, das auch als Delta Plus bezeichnet wird, weist laut WHO zwei zusätzliche Mutationen auf. Der Subtyp vereint zwei Mutationen im Stachelprotein des Virus, die man bereits seit längerem kennt. Diese sind bisher nicht durch besorgniserregende Eigenschaften aufgefallen.

AY.4.2 wurde im Juli 2021 zum ersten Mal in Grossbritannien nachgewiesen. Die Zahl der neuen Corona-Fälle, die auf diesen Subtyp zurückzuführen sind, ist seither nur leicht gestiegen. Das spricht dafür, dass diese Variante nicht ansteckender ist als die dominierende Delta-Variante.

Bis zu 10 Prozent ansteckender

Dass AY.4.2 nicht der Treiber für die zurzeit steigenden Fallzahlen in Grossbritannien ist, bestätigt auch der Genetiker Francois Balloux vom University College London. «Das ist nichts im Vergleich zu dem, was wir bei Alpha und Delta gesehen haben, die 50 bis 60 Prozent ansteckender sind, als die Ursprungsvariante des Coronavirus.»

Es sei laut Balloux eher wahrscheinlich, dass AY.4.2 bis zu zehn Prozent ansteckender sei. Da der Subtyp im Vereinigten Königreich seit seiner Entdeckung noch recht selten auftritt, «ist der jüngste Anstieg der Fallzahlen im Vereinigten Königreich also nicht darauf zurückzuführen», so der Genetiker weiter.

Laut BBC sind britische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zuversichtlich, dass die eingesetzten Impfstoffe bei Delta Plus weiterhin wirksam seien.

In Dänemark sei laut Balloux die neue Variante ebenfalls nachgewiesen worden. Dort war sie zwischenzeitlich für rund zwei Prozent der neuen Infektionsfälle verantwortlich – seither sei diese Zahl bereits wieder leicht zurückgegangen.

Israel fordert, dass Delta Plus verstärkt untersucht wird

Nach dem Auftreten dieser neuen Unterart der Delta-Variante in Israel ist Ministerpräsident Naftali Bennett am Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung mit Gesundheitspolitikern und -politikerinnen zusammengekommen. Bennett forderte eine Verstärkung der epidemiologischen Untersuchung der neuen Varianten-Unterart AY.4.2. Der Regierungschef rief ausserdem zur Zusammenarbeit mit anderen Ländern auf, in denen die AY.4.2 ebenfalls aufgetreten ist.

Das israelische Gesundheitsministerium hatte am späten Dienstagabend den Nachweis einer Infektion mit der Mutation gemeldet. «Die Variante AY.4.2, die in einer Reihe von Ländern in Europa entdeckt wurde, wurde in Israel identifiziert», hiess es in einer Erklärung des Ministeriums. Bei dem Infizierten handelte es sich demnach um einen elfjährigen Bub, der aus Europa eingereist war.

Auf der Website des BAG wird AY.4.2 unter der Delta-Variante (B.1.617.2) mit all ihren Untervarianten geführt.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

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(AFP/DPA/job)

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