Coronavirus: Das musst du über die 4. Impfung wissen

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CoronavirusDas musst du über die 4. Impfung wissen

Das Bundesamt für Gesundheit und die EKIF haben darüber informiert, dass ab dem Herbst allen ab 16 Jahren ein zweiter Booster empfohlen wird. Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten.

von
Marino Walser
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Christoph Berger, Präsident der EKIF, hat am Dienstag mitgeteilt, dass Personen über 80 Jahren bereits im Sommer eine Impfung empfohlen wird. 

Christoph Berger, Präsident der EKIF, hat am Dienstag mitgeteilt, dass Personen über 80 Jahren bereits im Sommer eine Impfung empfohlen wird. 

20min/Matthias Spicher
Alle Personen ab 16 Jahren werden im Herbst eine Empfehlung bekommen, allerdings abgestuft. Faktoren dafür sind das Risiko einer Erkrankung bei einer Infektion sowie das Potenzial der Auffrischimpfung, schwere Verläufe zu verhindern.

Alle Personen ab 16 Jahren werden im Herbst eine Empfehlung bekommen, allerdings abgestuft. Faktoren dafür sind das Risiko einer Erkrankung bei einer Infektion sowie das Potenzial der Auffrischimpfung, schwere Verläufe zu verhindern.

20min/Celia Nogler
Die Behörden rechnen damit, dass die Viruslast im Herbst und Winter wieder stark anziehen wird. Dazu kommt, dass die neuen Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 ansteckender sind und wohl auch schwerere Verläufe verursachen. Weil gleichzeitig der Impfschutz abnehme, sei eine Auffrischimpfung zum richtigen Zeitpunkt angebracht.

Die Behörden rechnen damit, dass die Viruslast im Herbst und Winter wieder stark anziehen wird. Dazu kommt, dass die neuen Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 ansteckender sind und wohl auch schwerere Verläufe verursachen. Weil gleichzeitig der Impfschutz abnehme, sei eine Auffrischimpfung zum richtigen Zeitpunkt angebracht.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Das Bundesamt für Gesundheit und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) haben über den weiteren Verlauf betreffend Boosterimpfung informiert.

  • Das BAG hat am Dienstag darüber informiert, dass vor allem besonders gefährdete Personen, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf aufweisen, sich erneut impfen lassen sollen.

  • Es braucht eine erneute Impfung, denn die Behörden rechnen damit, dass die Viruslast im Herbst und Winter wieder stark anziehen wird. Dazu kommt, dass die neuen Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 ansteckender sind und wohl auch schwerere Verläufe verursachen.

  • Die Auffrischimpfung im Herbst 2022 wird im Falle einer breiten Empfehlung für die Bevölkerung kostenlos sein.

Am Dienstag haben das Bundesamt für Gesundheit und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) die Impfempfehlungen für den Sommer aktualisiert. Personen über 80 Jahren wird bereits jetzt eine weitere Auffrischungsimpfung empfohlen. Im Herbst 2022 wird die Impfempfehlung auf die gesamte erwachsene Bevölkerung ausgeweitet werden.

Wer soll sich impfen lassen?
Das BAG empfiehlt, dass vor allem besonders gefährdete Personen, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf aufweisen, sich erneut impfen lassen. Alle Personen ab 16 Jahren werden im Herbst eine Empfehlung bekommen, allerdings abgestuft. Faktoren dafür sind das Risiko einer Erkrankung bei einer Infektion sowie das Potenzial der Auffrischimpfung, schwere Verläufe zu verhindern.
Über 80-Jährige könnten im Herbst bereits zum fünften Mal geimpft werden. Denn: Die vierte Impfung im Sommer ist unabhängig von der Impfempfehlung im Herbst.

Wieso braucht es schon wieder eine Impfung?
Die Behörden rechnen damit, dass die Viruslast im Herbst und Winter wieder stark anziehen wird. Dazu kommt, dass die neuen Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 ansteckender sind und wohl auch schwerere Verläufe verursachen. Weil gleichzeitig der Impfschutz abnehme, sei eine Auffrischimpfung zum richtigen Zeitpunkt angebracht. Wichtig: Weil der Schutz vor schweren Verläufen nur für rund drei Monate verbessert wird, dürfe die Impfung nicht zu früh verimpft werden.

Wann soll ich mich impfen lassen?
Der genaue Zeitpunkt, wann die Auffrischimpfung im Herbst 2022 verabreicht werden soll, kann aktuell noch nicht bestimmt werden. Der Zeitpunkt und die detaillierte Impfempfehlung für den Herbst 2022 werden durch mehrere Faktoren beeinflusst, die derzeit noch nicht bekannt sind. Die Faktoren sind die epidemiologische Entwicklung oder die Verfügbarkeit und Wirksamkeit eines adaptierten oder anderen Impfstoffes.

Müssen wir uns jedes Jahr gegen das Coronavirus impfen?
Wir befänden uns irgendwo zwischen Pandemie und Endemie, sagte Christoph Berger, Präsident der EKIF. Es sei aber richtig, bereits jetzt Menschen zu schützen. Wie das nächstes Jahr aussehen wird, wurde nicht beantwortet. 

Lässt du dich im Herbst ein weiteres Mal impfen?

Gibt es einen neuen Impfstoff gegen die neuen Varianten?
Der auf Omikron angepasste Impfstoff wird kommen. Zuerst muss der neue Wirkstoff zeigen, dass er einwandfrei ist, dass er verträglich ist und dass er besser gegen Omikron schützt als seine Vorgänger. Er wird voraussichtlich im Herbst 2022 zur Verfügung stehen.

Wer kommt für die Kosten der Impfung auf?
Für Personen über 80 Jahren ist die Impfung kostenlos. Sollten Personen unter 80 Jahren eine weitere Auffrischimpfung wünschen (beispielsweise für Reisen oder aus einem individuellen Schutzbedürfnis), ist die Impfung kostenpflichtig. Die Auffrischimpfung im Herbst 2022 wird im Falle einer breiten Empfehlung für die Bevölkerung kostenlos sein, wie es auch bisher für empfohlene Impfungen der Fall ist. Die Kosten für die Impfstoffe, die Verabreichung und das notwendige Material werden von Bund, Kantonen und der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) getragen.

Wird mein Zertifikat durch die vierte Impfung verlängert?
Das ist noch unklar. Céline Gardiol vom BAG geht davon aus, die Abklärungen dazu laufen aber noch.

Wird genügend Impfstoff zur Verfügung stehen?
Laut dem BAG und der EKIF stehen ausreichend Impfdosen zur Verfügung. Der Bund rechnet damit, dass im Herbst 2022 neben den bisher eingesetzten Impfstoffen angepasste Impfstoffe verfügbar sein werden.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Corona-Zeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel.  058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.chRatgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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