26.06.2020 02:54

Am Samstag gehts los

Das musst du vor dem Start der finalen Staffel von «Dark» wissen

Am Samstag releast Netflix die dritte und finale Staffel der deutschen Hitserie «Dark». Wir bereiten dich auf die letzten acht Folgen vor.

von
Schimun Krausz

Darum gehts

  • Die dritte und finale Staffel von «Dark» läuft ab Samstag im Stream.
  • «Dark» ist die erste deutsche Netflix-Serie.
  • Dieser Artikel ist voll mit Spoilern zu den ersten beiden Seasons.
  • Trotzdem haben wir unten nochmals Spoiler-Warnungen platziert.
  • Soll ja niemand behaupten können, wir hättens dir nicht gesagt.

Dicke, fette, gigantische Spoiler-Warnung!

Wenn du Staffel zwei von «Dark» noch nicht geschaut hast, solltest du jetzt stattdessen lieber einen anderen der vielen grossartigen Artikel aus der 20-Minuten-Entertainment-Welt lesen. Weil du dir diese fantastische Mystery-Thriller-Serie nicht mit Spoilern versauen willst. Yeah, wir sind durchaus Fangirls und -boys.

Darum nochmals: Spoiler! Ab jetzt! Und zwar massig!

Was ist als Letztes passiert?

Na, die Apokalypse, die während der ganzen zweiten Staffel immer wieder mit einem Countdown runtergezählt wurde. Sie passiert, weil gleichzeitig in den Jahren 2020, 2053 und 1921 das Gottesteilchen aktiviert wurde, mit dem die Zeitreisen, die die Handlung von «Dark» bestimmen, möglich sind.

Das ist wohl, wie wenn du Kühlschrank, Laserdrucker, Laufband, Sonnenbank und Discobeleuchtung gleichzeitig an dieselbe Steckleiste stöpselst – irgendwann chlöpfts einfach.

Netflix

Warum erscheint die finale Staffel an einem Samstag?

Berechtigte Frage, schliesslich releast Netflix neue Eigenproduktionen in praktisch allen Fällen an Freitagen. Die acht Episoden umfassende dritte und letzte Season der deutschen Serie kommt am Samstag, weil dann der 27. Juni 2020 ist – das exakte Datum der Apokalypse in «Dark».

Was du bei dieser Erkenntnis gerade fühlst, ist richtig intensive Hühnerhaut – ähnlich wie wenn der Soundtrack in den Folgen diese grossartige Stelle erreicht. Haben die Serienschöpfer Baran bo Odar (42) und Jantje Friese (42) das alles so geplant? Ist es Zufall? Die Unwissenheit hält uns nachts wach. Und tagsüber in «wichtigen Sitzungen».

Was bedeutet der Schluss der zweiten Staffel?

Adam (Dietrich Hollinderbäumer) schiesst Martha Nielsen (Lisa Vicari) nieder und verschwindet. Jonas Kahnwald (Louis Hofmann) versucht, seine grosse Liebe zu retten (auch wenn sie eigentlich seine Tante ist; #JustZeitreisenThings), und betrauert schliesslich ihren Tod. Und dann steht plötzlich eine zweite Martha neben ihm.

Auf seine Frage, aus welcher Zeit sie stammt, antwortet sie: «Die Frage ist nicht, aus welcher Zeit, sondern aus welcher Welt.» Und dann rettet sie Jonas und sich mit so was wie einer Pocket-Version der «Dark»-Zeitmaschine in eine andere Zeit – oder eben eine andere Welt. Sprich: Es existiert mindestens eine Paralleldimension zu der, in der die Handlung bislang spielte. Und in dieser lebt Martha noch. Und trägt einen Pony.

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Staffel drei spielt also ziemlich sicher zu einem erheblichen Teil in (mindestens) einer Paralleldimension (und vielleicht in anderen Zeiten, aber das wäre dann langsam wirklich zu viel des Mindblowens) – wo eventuell alle uns bekannten Figuren einen Pony tragen. Fänden wir zumindest grossartig.

Was hat Hauptfigur Jonas vor?

Erinnerst du dich noch? Adam ist Jonas – einfach 66 Jahre älter als der 2019er-Jonas und durchs exzessive Zeitreisen vernarbt wie ein alter Lederhandschuh, der etwas zu oft geflickt wurde. Und Adam will die existierende Welt zerstören und eine neue erschaffen, um den aktuellen, sich stets wiederholenden und alle Protagonisten immer und immer wieder ins Elend stürzenden Lauf der Zeit zu unterbrechen.

Der junge Jonas will Adams Quasi-Gott-Spielen mithilfe von Claudia Tiedemann (alt: Lisa Kreuzer, erwachsen: Julika Jenkins) verhindern. Wie er das von der Paralleldimension aus tun will, muss sich noch zeigen. Eine wichtige Playerin bei der Zerstörung von Sic Mundus, Adams leicht fanatisch angehauchtem Grüppchen Zeitreisender, ist Agnes Nielsen (Antje Traue), eine Verbündete der alten (und toten) Claudia, die die Organisation unterwandert hat.

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Wer lebt eigentlich noch?

Apokalypsen haben den unangenehmen Nebeneffekt, so ziemlich alles Leben in ihrem Wirkungsbereich auszulöschen. Die Protagonisten haben aber ziemliches Schwein, da sich viele von ihnen retten konnten oder gerettet wurden. Jonas ist wie gesagt irgendwo mit Parallel-Martha unterwegs.

Peter (Stephan Kampwirth) und die junge Elisabeth Doppler (Carlotta von Falkenhayn), die erwachsenen Regina (Deborah Kaufmann) und Claudia Tiedemann sowie der von 1921 ins Jahr 2020 gereiste junge Noah (Max Schimmelpfennig) haben sich in einem Atombunker eingeschlossen.

Die jungen Magnus Nielsen (Moritz Jahn), Franziska Doppler (Gina Alice Stiebitz) und Bartosz Tiedemann (Paul Lux) haben sich zusammen mit dem erwachsenen Jonas (Andreas Pietschmann) per Zeitmaschine aus dem Staub gemacht. Und die erwachsene Katharina Nielsen (Jördis Triebel) war zum Zeitpunkt der Katastrophe irgendwo in den Zeitreisehöhlen der fiktiven deutschen Stadt Winden unterwegs und ist darum wohl auch safe. Also so safe, wie man während einer Apokalypse eben sein kann.

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Der Rest ist theoretisch hinüber. Wobei die Figuren in der Paralleldimension ja nach wie vor am Leben sein könnten – Martha ist der Beweis dafür. Aber ja, verdammt kompliziert, das Ganze. Vielleicht brauchst du danach etwas leichtere Kost, «The Midnight Gospel», zum Beispiel. Hüstel.

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