Wer wird Eishockey-Meister? - Das musst du zum ersten Playoff-Final zwischen Servette und dem EVZ wissen
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Wer wird Eishockey-Meister?Das musst du zum ersten Playoff-Final zwischen Servette und dem EVZ wissen

Im Playoff-Final treffen Genf-Servette und der EV Zug aufeinander. Wer ist Favorit, wie lange geht die Serie? Wir klären die wichtigsten Fragen.

von
Erik Hasselberg
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Genf gegen Zug: So lautet das Duell 2021 im Playoff-Final.

Genf gegen Zug: So lautet das Duell 2021 im Playoff-Final.

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Er könnte im Fokus stehen: Zugs Goalie Leonardo Genoni. 

Er könnte im Fokus stehen: Zugs Goalie Leonardo Genoni.

Bastien Gallay/freshfocus
In der Regular Season konnte Zug drei von vier Spielen gegen die Calvinstädter gewinnen. 

In der Regular Season konnte Zug drei von vier Spielen gegen die Calvinstädter gewinnen.

Bastien Gallay/freshfocus

Darum gehts

  • Am Montag beginnt der Playoff-Final der Saison 2021/22 zwischen dem EV Zug und Genf-Servette.

  • Der Qualifikationssieger aus der Zentralschweiz gewann drei von vier Direktduellen in der Regular Season und geht als leichter Favorit in das Duell.

  • Die Genfer haben jedoch mit Daniel Manzato den besten Goalie des Playoffs zwischen den Pfosten.

Wenn am Montag die Playoff-Finalserie zwischen Genf-Servette und dem EV Zug startet, endet vorerst die Ära der «Big 4». Erstmals seit 1998 werden nicht die ZSC Lions, der SC Bern, HC Davos oder HC Lugano Schweizer Meister. Diese vier Clubs hatten während der letzten 22 Jahre die Meistertitel unter sich aufgeteilt. Den letzten Triumph vor dieser über zwei Jahrzehnte dauernden Zeitspanne holte sich ausgerechnet einer der zwei diesjährigen Finalisten, nämlich der EVZ. Für die Genfer hingegen wäre der Meistertitel eine Premiere. Doch wer ist im Final zu bevorteilen?

Die Favoritenrolle

Auf den ersten Blick scheint die Favoritenrolle klar bei den Zentralschweizern zu liegen. Unangefochten wurde der EVZ Qualifikationssieger, pulverisierte den vormaligen Punkterrekord des HCD. Am Ende hatte die Mannschaft von Dan Tangnes 119 Zähler zu Buche stehen. Und gewann drei von vier Direktduellen gegen Servette. Während der EVZ die erste Begegnung in Genf noch 0:4 verlor, gab es nachher nur noch Siege, die allerdings mit 5:3, 4:3 n.V. und 2:1 eher knapp ausfielen. Die Favoritenrolle nimmt EVZ-Stürmer Yannick Zehnder auf jeden Fall an: «Wir haben uns diese Rolle in der Qualifikation erkämpft – und das ist etwas Schönes.»

Der Formstand

Während der EVZ am Samstag gegen die Rapperwil-Jona Lakers noch im Einsatz stand, kann die Mannschaft von Patrick Emond ausgeruht und mit zwei Tagen mehr Pause in den Final starten. Und Genf-Servette dürfte heiss sein. Als Sechster gerade noch mit Ach und Krach die direkte Viertelfinal-Qualifikation geschafft, hat das Team inzwischen einen Lauf und reihte zuletzt sieben Siege aneinander. Ging das erste Viertelfinalspiel gegen Fribourg noch verloren, drehten die kämpferisch und physisch spielenden Genfer um ihren schwedischen Topskorer Henrik Tömmernes zusehends auf, gewannen die Serie 4:1 und schlugen danach auch den Titelaspiranten ZSC deutlich 3:0. «Wir haben unsere Chancen genutzt, waren sehr effizient. Und wir haben hart und gradlinig gespielt», sagte Servette-Stürmer Miranda nach dem Finaleinzug.

Ist in Playoff-Form: EVZ-Topskorer Jan Kovar. 

Ist in Playoff-Form: EVZ-Topskorer Jan Kovar.

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Zug hingegen verlor gegen den SCB und die Lakers ingesamt drei Partien. Dafür weiss das spielerisch starke Team mit dem Tschechen Jan Kovar den Playoff-Topskorer in seinen Reihen. Zwölf Punkte, davon elf Assists erzielte der 31-Jährige bisher.

Die Schlüsselspieler

«Offense wins games, but defense wins championships» – «Der Angriff gewinnt Spiele, aber die Verteidigung holt Meisterschaften», heisst es so schön. Und die Verteidigung beginnt zuhinterst im Tor, wobei die Genfer mit Daniel Manzato den statistisch besten Goalie des Playoffs zwischen den Pfosten haben. Der 37-Jährige kam unverhofft zum Einsatz, als sich Gauthier Descloux in Viertelfinalspiel Vier verletzte und seither ausfällt. So kam Manazato, spielte und hielt die Pucks, die auf sein Tor flogen. Nach fünf Spielen hat er eine unglaubliche Abwehrquote von 97,8 Prozent.

Hält seinen Kasten dicht: Servette-Goalie Daniel Manzato ist die Lebensversicherung im Tor der Genfer.

Hält seinen Kasten dicht: Servette-Goalie Daniel Manzato ist die Lebensversicherung im Tor der Genfer.

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Doch auch beim EVZ steht mit Leonardo Genoni ein echtes Bollwerk im Tor, dessen Abwehrquote mit 92,1 Prozent nicht minder schlecht ist. Und dass der Nati-Goalie in wichtigen Spielen oftmals den Unterschied ausmachen kann, hat der 33-Jährige in seiner Karriere schon mehrfach unter Beweis gestellt.

Wollen die Zuger im Final zu Siegen kommen, müssen sie allerdings nicht nur Manzato überwinden, sondern auch Tömmernes in den Griff bekommen. Der 1,85 Meter grosse Hühne ist Dreh- und Angelpunkt in der Defensive und dem Spiel der Genfer und überzeugt mit seinen Skorerqualitäten sowie Spielübersicht. Von vergleichbarer Wichtigkeit ist für Zug Captain Raphael Diaz, der seinen Herzensverein nur zu gerne mit einem Titel verlassen würde, schnürt er doch in der kommenden Saison die Schlittschuhe für Fribourg.

Der Modus

Weil beide Halbfinal-Serien vorzeitig zu Ende gingen, beginnt der Final bereits am Montag. Gespielt wird im Zwei-Tages-Rhythmus, Anpfiff ist jeweils um 20 Uhr, ausser am Mittwoch, 5. Mai. An jenem Abend beginnt die Partie bereits um 19 Uhr. Wie schon im Halbfinal wird erneut im Best-of-5-Modus gespielt: Wer zuerst drei Siege einfährt, darf sich Schweizer Meister nennen. Verfolgt werden können die Spiele bei 20minuten.ch im Liveticker oder auf SRF2 im Free-TV.

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