Das Wichtigste zum Grossen Preis von Aserbeidschan
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Ungewöhnlicher RundkursDas musst du zum Grossen Preis von Aserbaidschan wissen

Lewis Hamilton steht mit Mercedes unter Druck. Max Verstappen geht am Sonntag mit Red Bull als Führender in das sechste Saisonrennen in Baku.

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Spezielle Kulisse: Der GP von Aserbaidschan in Baku führt teilweise mitten durch die Altstadt.

Spezielle Kulisse: Der GP von Aserbaidschan in Baku führt teilweise mitten durch die Altstadt.

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Esteban Ocon und das Alpine-Team auf der Streckenbesichtigung in Baku.

Esteban Ocon und das Alpine-Team auf der Streckenbesichtigung in Baku.

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Das letzte Rennen in Baku fand 2019 statt. 

Das letzte Rennen in Baku fand 2019 statt.

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Darum gehts

  • In Baku findet der sechste GP der Formel-1-Saison statt.

  • Die Strecke in Aserbaidschan ist ein ungewöhnlicher Mix.

  • Für Lewis Hamilton geht es nach der Enttäuschung von Monaco um Wiedergutmachung.

Kann Hamilton im Silberpfeil im Titelkampf zurückschlagen?

Platz sieben zuletzt in Monaco war eine Enttäuschung für den 36-jährigen Briten. Verstappen liegt in der WM-Wertung nach seinem Sieg im Fürstentum mit vier Punkten Vorsprung ganz vorne und ist auch in Baku der Favorit. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sagte seinem Rennstall bereits «eine weitere Herausforderung» voraus, weil dem Auto die Strecke nicht besonders gut liege. Hamilton gewann bei bisher vier Rennen in Aserbaidschan erst einmal (2018).

Baut Max Verstappen seine WM-Führung weiter aus?

«Die Strecke ist okay, aber eher nicht mein Favorit, wenn ich ehrlich bin», sagte der 23-jährige Niederländer. Noch nie stand er bislang auf dem Podest, wenn es in der Hafenstadt um den Sieg ging. «Es wird Zeit, das zu ändern», sagte Verstappen, der «eine starke Rückkehr» von Mercedes erwartet. Bislang schaffte es der Red-Bull-Pilot in allen fünf Saisonläufen als einziger Pilot immer auf das Podium.

Schafft es Sebastian Vettel zum zweiten Mal in die WM-Punkte?

Nach seinem starken fünften Platz und seinen ersten Zählern für Aston Martin ist der viermalige Weltmeister optimistisch, dass es weiter aufwärtsgeht. «Wir wollen den Schwung mitnehmen», sagte der 33-Jährige, der Platz elf in der WM-Wertung belegt. Zuvor hatte er die Top Ten viermal verpasst. Dass er in Baku zurecht kommt, hat Vettel bereits bewiesen. Beim bislang letzten Rennen 2019 belegte er im Ferrari immerhin Platz drei, sicherte sich ein Jahr zuvor die Pole Position und fuhr 2017 die schnellste Rennrunde.

Was macht die Strecke so besonders?

Der ungewöhnliche Mix. In der Altstadt ist es eng wie in Monaco, auf den langen Geraden sind Höchstgeschwindigkeiten wie in Monza möglich. Die zwei Kurse in einem stellen die Rennställe vor ganz besondere Herausforderungen und das Setup wird zum Balanceakt. Nur wer einen guten Kompromiss findet, kann gewinnen. In den bisherigen vier Grand Prix in Baku gab es vier verschiedene Sieger, 2019 war das zuletzt Valtteri Bottas. Der Finne war – damals noch im Williams – 2016 am Samstag vor der Baku-Premiere mit einer Geschwindigkeit von 378 km/h gemessen worden. Nach Regeländerungen sind solche Top-Speeds auf dem sechs Kilometer langen Kurs aber mittlerweile nicht mehr möglich.

Verstappen mit Unfall

WM-Spitzenreiter Max Verstappen hat im letzten Training einen Dämpfer erlitten. Der Niederländer rutschte mit seinem Red Bull in Kurve 15 des Stadtkurses von Baku in die Streckenbegrenzung und musste die Übungseinheit vorzeitig aufgeben. Verstappen kletterte nach dem Unfall frustriert aus dem demolierten Auto, setzte sich kurz auf einen Betonblock und kehrte dann zurück in die Garage. Angesichts starker Zeiten in den ersten Trainings ist der 23-Jährige Mitfavorit für den Sieg im sechsten Grand Prix der Saison. Zur Qualifikation am Nachmittag dürfte sein Red Bull wohl wieder einsatzfähig sein.

Wegen des Crashs von Verstappen musste das von vielen Ausrutschern geprägte Training für zehn Minuten unterbrochen werden, damit sein Auto sicher von der Strecke entfernt werden konnte. Die Bestzeit fuhr etwas überraschend der Franzose Pierre Gasly im Alpha Tauri. Der Mexikaner Sergio Perez wurde im Red Bull Zweiter vor Mercedes-Star Hamilton.

Ein Ausrufezeichen hatte Alfa-Fahrer Antonio Giovinazzi im 2. Training gezeigt: Der Italiener fuhr die siebtbeste Zeit. Im 3. Training reichte es nur noch zu Rang 17. Kimi Räikkönen klassierte sich auf Rang 14. Das Qualifying vom Samstag können Sie live bei uns im Ticker ab 14 Uhr verfolgen – das Rennen am Sonntag ab 14 Uhr natürlich auch. (dpa)

Wie kam die Formel 1 überhaupt nach Aserbaidschan?

Dass Hamilton, Vettel und Co. in Baku fahren, liegt nicht zuletzt am langjährigen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Der mittlerweile 90-jährige Brite hatte den Vertrag mit den Machthabern, die sich immer wieder um international beachtete Top-Ereignisse bemühen, geschlossen. Der Stopp der Motorsport-Königsklasse ist alles andere als unumstritten. Wegen Menschenrechtsverletzungen gibt es immer wieder Kritik an Aserbaidschan.

(dpa/erh)

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