Aktualisiert 27.06.2014 06:21

Openair St. GallenDas neue Eingangs-Konzept kommt gut an

Das Openair St. Gallen hat in diesem Jahr den Haupteingang in Richtung Abtwil verlegt. Obwohl dies im Vorfeld kritisiert wurde, sind die Besucher bisher zufrieden.

von
Jeroen Heijers

Mit dem neuen Eingang West werden die Besucher zuerst in einen Wartebereich geschleust bevor sie das Festivalgelände betreten dürfen. Damit verhindern die Veranstalter Menschenmengen auf den Strassen rund um das Gelände. Bei den Openair-Gängern kommt das Konzept gut an. Sie können bereits früh gemütlich zusammensitzen und auf ein feuchtfröhliches Festival anstossen.

Einer von ihnen ist Silvan aus Wängi im Kanton Thurgau. «Ich finde das neue Prinzip cool. Man kann hier zuerst eine Nacht verbringen und dann aufs Gelände gehen.» So käme schon früh Openair-Stimmung auf, so der 19-Jährige. Auch Kilan aus Obwalden findet das ganze «chillig». Für ihn gehört das Warten einfach dazu. «Jeder sitzt hier gemütlich mit seinem Campingstuhl und trinkt ein Bier», sagt der 18-jährige Stromer. Der 32-jährige Eric aus Zürich ist kritischer: «Einige stellen sich nicht hinten in die Warteschlange, sondern laufen einfach auf direktem Weg über das Feld zum Eingang. Das ist schade».

Anwohner, die das treiben der Openair-Gänger von der Terrasse aus beobachten können, fühlen sich vom Party-Volk nicht gestört. «Sie laufen zwar direkt an unserem Haus vorbei aber das ist uns egal», sagt eine 40-jährige Anwohnerin.

30'000 Besucher erwartet

Die Veranstalter selbst sind bisher auch zufrieden. Schon seit Mittwoch campierten 1500 Festivalbesucher im Warteraum am Waldrand oberhalb des Sittertobels. Am frühen Donnerstagnachmittag schätzten die Organisatoren die Warteschlange auf 4500 Personen, wie Openair-Sprecherin Sabine Bianchi sagt. «Wir haben bisher nur positives Feedback von den Besuchern erhalten. Sie haben eine friedliche Nacht hier im Warteraum verbracht und freuen sich nun auf vier Tage Musik.» Zusätzlich hätten sie hier Verpflegung und Sanitäre Anlagen, so Bianchi. Um fünf Uhr am Donnerstagnachmittag wurde der Eingang West zum Festival eröffnet. Der Eingang Ost im Sittertobel wird erst am Freitagmorgen geöffnet. Das 38. Openair St. Gallen dauert bis Sonntag. Rund 30'000 Besucher werden erwartet.

Migros-Helfer räumen den Müll weg

Rund 100 Helfer von M-Budget stehen am diesjährigen Openair im Einsatz, um die Abfallberge früherer Jahre zu vermeiden. Sie schleppen Gepäck,bauen die Zelte auf oder entsorgen Abfall. Am ersten Tag werden rund 50 M-Budget- Freiwillige entweder auf dem Zeltplatz oder vor dem Festival-Gelände auf die Besucher warten. Ein Helfer, der beim Zeltaufbau hilft, kostet CHF 3.90, eine Person, die einem das Gepäck schleppt, kostet CHF 1.90. Die Helfer dürfen das verdiente Geld behalten und haben so einen Zustupf an ihr Festival-Budget. Um dem Littering vorzubeugen, werden am Schluss des Festivals 50 Personen gestellt, die helfen die Zelte wieder abzubauen. Dies sind von der Migros engagierte Arbeiter. Auch am Openair Frauenfeld wird das Konzept erprobt.

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