Anuk Steffen: Das neue Heidi ist ein echtes Naturtalent
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Anuk SteffenDas neue Heidi ist ein echtes Naturtalent

Nach dem Erfolg von «Schellen-Ursli» will mit «Heidi» noch ein Schweizer Klassiker für Rekordzahlen sorgen. Das könnte gelingen.

von
Catharina Steiner

Der Trailer zur Neuverfilmung des Schweizer Klassikers.

Das erste Bild gehört – wem sonst – Heidi. Das Mädchen streift durch die Wiese, nimmt die Natur mit allen Sinnen wahr. Die Idylle wird jäh durchbrochen, als ihre Tante nach ihr ruft und sie wieder «auf Kurs» bringen will. Ein Konflikt, der sich wie ein roter Faden durch den Film zieht.

Einmal mehr beweist Regisseur Alain Gsponer («Das kleine Gespenst») besonderes Gespür im Umgang mit Kindern. 500 Mädchen wollten Heidi sein, die damals neunjährige Anuk Steffen bekam die Rolle. Ihre Leistung ist beachtlich, trägt sie doch den ganzen Film auf ihren Schultern. Die Schülerin ist in praktisch jeder Szene zu sehen und macht die Zerrissenheit Heidis zwischen Loyalität und Freiheitsliebe fassbar.

Heidis harte Welt der Berge

Im Vorfeld hatten die Macher angekündigt, einen authentischen «Heidi»-Film machen zu wollen anstatt ein romantisierendes Bergidyll zu zelebrieren. DasVersprechen wurde eingelöst, die Lebensbedingungen in einem Schweizer Bergdorf Ende des 19. Jahrhunderts waren hart, das sieht man, und Heidi muss rasch feststellen, dass sie eigentlich keiner will, es sei denn als Gratisarbeitskraft.

Bemerkenswert ist die grossartige Besetzung bis hin zu den Nebenrollen, allen voran Peter Lohmeyer als charmanter Hausdiener, Maxim Mehmet als Herr Sesemann und Katharina Schüttler als gestrenges Fräulein Rottenmeier. Bruno Ganz ist sowieso eine Klasse für sich. Als wortkarger Alpöhi schafft er es, mit minimalen Gesichtsregungen das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen abzudecken.

«Heidi» startet am 10. Dezember in den Deutschschweizer Kinos.

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