Aktualisiert 11.06.2008 06:43

AppleDas neue iPhone: Ab 11. Juli in der Schweiz

Steve Jobs machte es spannend: Erst spät in seiner Key Note verkündete er die Eigenschaften des iPhone der zweiten Generation. Die meisten der prophezeiten Eigenschaften sind an Bord: UMTS, GPS, längere Akku-Laufzeit - und das zu einem Kampfpreis.

von
Aurel Stevens

Es ist die Hölle los im Moscone Center West in San Francisco. 5200 Personen sind zur Entwicklermesse WWDC herbeigeströmt, um sich einen der spannendsten Tech-Events des Jahres nicht entgehen zu lassen. Auch Al Gore wird im Publikum gesichtet, um der Lancierung des iPhone der zweiten Generation beizuwohnen.

Mit wenig Verspätung werden um 19 Uhr MESZ die Lichter gelöscht und Steve Jobs betritt unter Applaus die abgedunkelte Bühne. Jobs spricht vom iPhone - aber statt die lange erwarteten technischen Spezifikationen preiszugeben, legt Jobs zuallererst einen Akzent auf die rege wachsende Entwicklergemeinde, die Applikationen für das Telefon entwickeln soll.

Software im iTunes-Store

Über 250 000 Programmierer hätten sich seit der Lancierung vor 95 Tagen das SDK-Programmpaket heruntergeladen, betont Jobs. Der Apple-Chef demonstriert, wie einfach es ist, sich elementare Programmfunktionen zusammenzuklicken. Software ist neu über den iTunes-Store erhältlich. Ein Spiel, das Sega demonstriert, kostet beispielsweise 10 Dollar.

Dann spricht er von den weiterentwickelten neuen Fähigkeiten des iPhones der zweiten Generation. Für Business-User wurde wie erwartet die Unterstützung für Outlook Exchange eingebaut. Damit beugt sich Apple der Realität und unterstützt den meist genutzten Firmen-E-Mail-Server.

Dann demonstriert Jobs die aktualisierten Applikationen. Kleines Facelifting für die Kontakt-, die Kalender und die Galeriefunktion. Das neue Softwarepaket iPhone 2.0 soll für Käufer des Telefons erster Generation gratis sein, iPod-Touch-User bekommen es für knapp zehn Dollar.

Das neue «iPhone 3G» - zum Kampfpreis

Und endlich. Nach fast zwei Stunden zückt Jobs endlich das neue iPhone der zweiten Generation (offiziell: «iPhone 3G»). UMTS: Downloads gehen fast drei Mal so schnell wie bisher über die Bühne. GPS integriert, verkündet Jobs grinsend und hält das Gerät mit einem pulsierenden roten Punkt über der Adresse des Gebäudes in die Kameras.

Es ist dünner, hat eine schwarze Plastik-Rückseite, Knöpfe aus Metall, das gleiche Display, eine Kamera und bietet eine deutlich bessere Audio-Qualität.

Das «alte» iPhone war ein wahrer Stromfresser - ganz anders wird das neue iPhone, verspricht Jobs. Die stark verbesserte Laufzeit soll 300 Stunden Standby, fünf bis sechs Stunden surfen, Sprechzeit GSM 10 Stunden (erstes iPhone: 5 Stunden) und 5 Stunden UMTS-Telefonie, 7 Stunden Videogucken oder 24 Stunden MP3-Genuss erlauben. Wow! Hier wurde wirklich gearbeitet.

Erstaunlich tief sind die Preise, die Apple für das neue iPhone veranschlagt. Für die 8-GB-Variante müssen nur 199 Dollar hingeblättert werden. Mit 16 GB schlägt das neue Telefon mit 399 Dollar zu Buche - das ist sogar 100 Dollar billiger im Vergleich zum ersten iPhone.

Das iPhone der zweiten Generation soll bereits am 11. Juli in 22 Ländern verfügbar sein - laut Apple-Store auch in der Schweiz! Apple verlinkt als Reseller in der Schweiz die Swisscom und Orange. Preise in Schweizer Franken sind zur Stunde noch nicht bekannt - während Orange.ch nichts vermeldet, kann man sich auf der Swisscom-Website für ein «attraktives Angebot» vorregistrieren.

Ach ja: Das iPhone gibts neuerdings auch in Weiss.

(Aurel Stevens, 20 Minuten Online)

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