Aktualisiert 01.11.2012 11:28

Projekt Me.gaDas neue MegaUpload kommt im Januar

Am Jahrestag seiner Verhaftung will Kim Dotcom seine neue Filesharing-Plattform lancieren. Me.ga werde grösser, schneller und sicherer, lässt uns der Internet-Tausendsassa wissen.

von
dsc

Der Gründer der berühmt-berüchtigten und vom FBI stillgelegten Filesharing-Plattform MegaUpload will am Jahrestag seiner Festnahme im Januar eine neue Plattform in Betrieb nehmen. Auf Twitter kündigte Kim Schmitz alias Kim Dotcom an, er werde den neuen Dienst Mega nennen. Wer me.ga aufruft, wird zurzeit noch auf Dotcoms eigene Domain kim.com/mega weitergeleitet.

Auf der Werbe-Seite habe es binnen weniger Stunden schon Millionen von Klicks gegeben. «Eins ist sicher: Die Welt will Mega», twitterte Schmitz. Der 38-jährige gebürtige Deutsche war am 20. Januar festgenommen worden. Er ist gegen Kaution auf freiem Fuss in seiner Wahlheimat Neuseeland; die USA verlangen seine Auslieferung.

Verschlüsselte Daten

MegaUpload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern und mit anderen zu teilen. Dies ist nicht illegal, doch der Dienst wurde auch dazu genutzt, verbotene Kopien etwa von Musik, Kinofilmen und Software zu verbreiten. Die USA beschuldigen die Verantwortlichen, unrechtmässig 140 Millionen Euro angesammelt zu haben. Sollte Schmitz vor ein US-Gericht gestellt werden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

Die neue Plattform Mega verspricht ein ausgeklügeltes Verschlüsselungssystem, so dass zwar die Nutzer, nicht aber die Betreiber der Seite wissen, welche Daten sie speichern und teilen. Theoretisch könnten so die Betreiber nicht für illegale Kopien verantwortlich gemacht werden.

Auf seiner eigenen Website sucht Dotcom wirtschaftliche Partner, um die Server-Infrastruktur für die neue Filesharing-Plattform aufzubauen. Der Ansturm dürfte gewaltig sein. MegaUpload wurde vor der Schliessung von bis zu 50 Millionen Menschen genutzt - pro Tag.

Megabox soll Gratis-Songs anbieten

Nebenbei will Dotcom auch eine neue Musik-Plattform namens Megabox lancieren. Die iTunes-Alternative ist für Ende Jahr angekündigt. Sie soll den Nutzern ermöglichen, Songs gratis zu beziehen. Dazu muss die sogenannte Megakey-Software auf dem eigenen Computer installiert werden. Dabei handelt es sich um einen Werbe-Blocker: Wenn man im Internet surft, werden rund 15 Prozent der Anzeigen auf den Webseiten durch Megabox-Werbung ausgetauscht. Megabox wird also die fremde Werbung durch eigene ersetzen und mit dem Erlös auch die Künstler entschädigen. (dsc/sda)

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