Lange Verletzung: Das neuerliche Comeback des Peter Guggisberg
Aktualisiert

Lange VerletzungDas neuerliche Comeback des Peter Guggisberg

Nach einer fast zweijährigen Leidenszeit ist der Davoser Turbo-Stürmer Peter Guggisberg (26) zurück. Auch wenn er sagt: «In Topform bin ich noch lange nicht!»

von
Marcel Allemann
Endlich ohne Schmerzen: HCD-Stürmer Peter Guggisberg.

Endlich ohne Schmerzen: HCD-Stürmer Peter Guggisberg.

Eine Meniskus- und zwei Kreuzband-Operationen. Sein rechtes Knie bereitete Guggisberg in den letzten beiden ­Jahren grossen Kummer. «Verletzungen gehören in diesem Sport dazu, andere hat es noch schlimmer getroffen als mich», sagt der Emmentaler zwar, «aber es war schon eine mühsame Zeit. Wenn man nach einer Operation wieder im Bett liegt und sich kaum bewegen kann, dann fällt einem manchmal die Decke auf den Kopf.» Zwischendurch versuchte «Guggi» immer wieder ein Comeback. Mitunter schoss er den HCD im April beim finalen 3:2-Sieg in Kloten mit zwei ­Toren zum Meistertitel. «Trotz diesen beiden Toren war das mein klar schlechtestes Playoff», sagt der Flügelstürmer schonungslos ehrlich.

Er musste danach erneut aussetzen, sein neuerliches Comeback und Saisondebüt gab er erst letzte Woche. «Erstmals seit fast zwei Jahren kann ich wieder schmerzfrei trainieren und spielen», freut sich Guggisberg, schränkt aber auch ein: «Es wird noch ein Weilchen dauern, bis ich wieder der ‹Alte› bin. Angst, dass ich mich wieder verletzten könnte, habe ich zwar nicht, aber Respekt.» Der Spengler Cup ist für ihn daher ein optimales Tummelfeld, um wieder in die Gänge zu kommen und zugleich eine erste Standortbestimmung vorzunehmen.

Ende Saison läuft Guggisbergs Vertrag aus. Doch darüber will er sich derzeit nicht den Kopf zerbrechen, sondern «einfach endlich wieder spielen». Dass der HCD ihn während seiner Leidenszeit mittrug, bedeutet für ihn nicht, dass er zwingend in Davos bleibt: «Ich fühle mich dem HCD nicht verpflichtet. Der Klub erbringt zwar seine Leistung, aber ich meine genauso – indem ich für diesen stets ­alles gebe.»

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