Schanghai: Das New York des 21.  Jahrhunderts
Aktualisiert

SchanghaiDas New York des 21.  Jahrhunderts

Auf Hochglanz polierte Mega-Hochhäuser in unmittelbarer Nähe von autark funktionierenden Gammel-Quartieren: In der Expo-Stadt Schanghai fühlt man sich aufregend fremd und geborgen zugleich.

von
Nico Menzato
Traditionelle Gebäude nahe des Yu-Gartens (linkes Bild). (Moritz Ulrich) Modernes Schanghai: Spektakulärer Blick von der Uferpromenade Bund auf die Skyline des Wirtschaftsviertels Pudong. (Nico Menzato)

Traditionelle Gebäude nahe des Yu-Gartens (linkes Bild). (Moritz Ulrich) Modernes Schanghai: Spektakulärer Blick von der Uferpromenade Bund auf die Skyline des Wirtschaftsviertels Pudong. (Nico Menzato)

Es sind die Kontraste, die die grösste Stadt Chinas so einzigartig und aufregend machen: Es gibt Strassen, in denen der Luxus seinesgleichen sucht. Da reihen sich Boutiquen von Prada und Chanel kilometerlang an Verkaufshäuser von Maserati oder Ferrari. Yuppies flanieren mit ihren meist in Minis gekleideten Frauen die Boulevards entlang und kaufen rasch eine Rolex. Biegt man in eine Querstrasse ein, steht man urplötzlich in einem Quartier, in dem auf dem Trottoir an defekten Gegenständen herumgeschraubt wird und gerupfte Hühner in den Kochtopf geworfen werden. In Gebieten, wo zu Schweizer Preisen italienisch oder japanisch diniert wird, findet man ebenfalls Fleischspiesse für 20 Rappen; und für den Preis eines Cocktails in einer schicken Bar kann man gleich nebenan die ganze Nacht durchzechen. Wegen dieser bunten Flut an Sinneseindrücken, der Vitalität der Stadt und deren neugieriger und vorwärts strebender Bewohner fühlt man sich als Westler zwar fremd, aber gleichzeitig auch fast so wohl wie zu Hause.

Schanghai wächst in gigantischem Tempo, insbesondere Richtung Himmel. Vor weniger als 20 Jahren wurde in ganz Pudong – dem heutigen Wirtschafts- und Hightechbezirk, der den Vergleich mit Manhattan nicht zu scheuen braucht – noch Reis angepflanzt. Und der Bauboom geht weiter: Ein Drittel aller Grossbaukräne der Welt stehen in Schanghai, alle drei Monate muss eine neue Stadtkarte erstellt werden. Die Kehrseite des Tempowahns ist die fragwürdige Qualität: Selbst moderne Glastempel sehen nach ein paar Jahren heruntergekommen aus. In Schanghai herrscht das Motto «not built to last». «Alte» Bauten werden abgerissen und neue mit der Vision vor Augen hochgezogen, aus Schanghai die Welthauptstadt zu machen – das New York des 21. Jahrhunderts.

Reise mit Swiss und Wettstein

Swiss fliegt als einzige Fluggesellschaft täglich ohne Zwischenhalt von Zürich nach Schanghai. Der komfortable Nonstop-Flug dauert 12 bis 13 Stunden. Bei anderen Airlines beträgt die Reisezeit 16 bis 20 Stunden. Wettstein Reisen ist der ideale Partner für einen Trip nach China. Neben sehr zen­tral gelegenen Hotels von der Mittel- bis zur Luxusklasse bietet die Reiseagentur auch diverse Touren und Packages an – etwa eine siebentägige Expo-Reise inklusive Flug mit Swiss ab 1810 Franken pro Person. www.swiss.com, www.wettsteinreisen.ch

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