Sportart aus Südamerika: Das Pádel-Fieber erreicht Basel
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Sportart aus SüdamerikaDas Pádel-Fieber erreicht Basel

Pádel, eine Mischung aus Tennis und Squash, begeistert im Ausland die Massen. Auch Basler sind von der Sportart angetan: die Stadt hat ihren ersten Pádel-Verein.

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daf

Was ist Pádel und wie funktioniert das Spiel? Sehen Sie es hier. (Video: daf)

Pádel, was ist das? Gespielt wird auf einem Tennis-ähnlichen Feld mit Netz in der Mitte, über das der Ball per Schläger hin und her geschlagen wird. Das Spielfeld ist von einem «Käfig» aus Plexiglas und Zaunmaterial umgeben. Pádel kommt aus Spanien und Südamerika und ist eine Mischung aus Tennis und Squash – deshalb die Wände. Sie werden aktiv ins Spiel miteinbezogen. So darf der Ball an die Wände gespielt werden und es gibt kein Aus.

Ansonsten ähnelt die Sporart weitgehend dem Tennis: Gespielt wird im Doppel, sowohl Ball als auch Schläger sehen fast gleich aus wie jene im Tennis. Das Racket besteht aber aus Graphit. Die vielen Löcher in der Schlagfläche machen ihn leicht. Es sieht aus wie ein Paddel und gibt der Sportart ihren Namen.

Spielfeld in Lagerhalle

Das Pádel-Fieber ist inzwischen in der Schweiz und in Basel angekommen. In einer alten Lagerhalle auf dem Lysbüchel-Areal ist der Verein Pádel Basel zu Hause. Wände aus Plexiglas und Zaun gibts hier keine. Stattdessen stehen einige Bretter, aus überschüssigem Holz gebastelt, rund ums Spielfeld. Einige Lücken hat es noch, aber die Bretter müssen fürs erste reichen.

Thomas Keller ist Mitgründer und Präsident des Basler Pádel-Vereins. «Hier gehts um mehr als nur um Pádeln, hier gehts um Fun und das Gesellschaftliche», so Keller.

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Thomas Keller aus Basel hat den ersten Pádel-Verein der Stadt gegründet.

Thomas Keller aus Basel hat den ersten Pádel-Verein der Stadt gegründet.

20 Minuten/daf
Gespielt wird in einer Lagerhalle auf dem Lysbüchel-Areal, die der Verein zwischennutzen kann.

Gespielt wird in einer Lagerhalle auf dem Lysbüchel-Areal, die der Verein zwischennutzen kann.

20 Minuten/daf
Dort gibt es neben Pádelsport auch die eine oder andere Ecke zum gemütlichen Beisammensein.

Dort gibt es neben Pádelsport auch die eine oder andere Ecke zum gemütlichen Beisammensein.

20 Minuten/daf

Keller hat die Sportart auf den Strassen von Buenos Aires kennen gelernt. Nun bringt er das Spiel nach Basel. Sein Verein praktiziert es wie die breite Bevölkerung Argentiniens in einer Lagerhalle. Pádel Basel ist einer von mehreren Pádel-Vereinen in der Schweiz; mit rund 100 Mitgliedern gehört er landesweit schon zu den grössten.

Es geht nicht nur um Sport

«Pádeln ist nicht sehr kompliziert, man ist sehr schnell drin und kann mitspielen. Deshalb macht es auch allen so viel Spass», schwärmt Keller. Genauso wichtig wie der Sport sei aber das Spontane, dass man zusammen ein Bier trinken, plaudern und Spass haben könne und man neue Leute kennen lerne. Keller: «Wir wollen einen sozialen Treffpunkt schaffen.» Bis 2019 befindet dieser noch auf dem Lysbüchel-Areal, dann wird das Gelände planmässig neu bebaut. Wohin der Pádel-Verein dann geht, ist noch offen.

Wer unter die Pádler gehen und die spontane, lateinamerikanisch gefärbte Atmosphäre kennen lernen möchte, kann dies am Dienstagabend tun. Dann trifft sich der Verein Pádel jeweils zum gemeinsamen Match und Beisammensein. «Einfach anrufen und vorbeikommen, wir freuen uns», so Keller. Seine Handynummer ist 076 526 90 03. Mehr Infos zum Verein Pádel Basel gibt es zudem auf padel-basel.ch.

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