Aktualisiert 23.01.2015 14:56

Hätten Sie es gewusst?

Das passiert beim Aufruf von Google.ch wirklich

Technologie kann ganz schön kompliziert sein. Zum Glück gibt es Steven Black, der mit 20'000 Zeichen detailliert erklärt, was beim Aufruf von Google geschieht.

von
tob
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Was passiert, wenn man Google.ch in den Browser eintippt und Enter drückt? Der Programmierer Steven Black liefert eine 20'000 Zeichen starke Erklärung, die gerade im Netz die Runde macht. Die Frage an sich stammt von Google selbst. Sie wurde bei Jobinterviews gestellt.

Was passiert, wenn man Google.ch in den Browser eintippt und Enter drückt? Der Programmierer Steven Black liefert eine 20'000 Zeichen starke Erklärung, die gerade im Netz die Runde macht. Die Frage an sich stammt von Google selbst. Sie wurde bei Jobinterviews gestellt.

Flickr/70626035@N00
Denn wer sich beim IT-Giganten einen Job angeln will, muss geistig topfit sein. Potenzielle Kandidaten müssen harte Fragen über sich ergehen lassen. Nur wer diese meistert, darf in ausgefallenen Sitzungszimmern Meetings abhalten.

Denn wer sich beim IT-Giganten einen Job angeln will, muss geistig topfit sein. Potenzielle Kandidaten müssen harte Fragen über sich ergehen lassen. Nur wer diese meistert, darf in ausgefallenen Sitzungszimmern Meetings abhalten.

Von künftigen Product Managern wollte Google etwa wissen: «Wie viel Geld würden Sie verlangen, um alle Fensterscheiben in Seattle zu reinigen?»

Von künftigen Product Managern wollte Google etwa wissen: «Wie viel Geld würden Sie verlangen, um alle Fensterscheiben in Seattle zu reinigen?»

Keystone/AP/Elaine Thompson

Haben Sie sich schon einmal überlegt, was passiert, wenn sie in Ihrem Browser Google.ch in die Adresszeile eintippen und Enter drücken? Klar, die einfache Antwort: Sie landen auf Google.ch.

Doch mit dieser Erklärung gab sich der Entwickler Steven Black offenbar nicht zufrieden. Er hat sich darum zum Ziel gesetzt, bis ins letzte Detail festzuhalten, was in Wirklichkeit geschieht. Und das mit dem «bis ins letzte Detail» meint er ernst, sehr ernst.

Die umfangreiche Erklärung auf Github ist aktuell über 20'000 Zeichen lang. Sie startet sozusagen bei Adam und Eva, nämlich dem Drücken der Taste auf dem Keyboard und dem jeweiligen Schliessen des elektrischen Kreislaufs, über den ganzen Netzwerkverkehr bis hin zur grafischen Darstellung und dem Pixel-für-Pixel-Aufbau der Website auf dem eigenen Bildschirm.

Der Ursprung der Frage liegt im übrigen bei Google selbst, wie der Nutzer ge01f auf Reddit.com beschreibt. Er habe sich die Frage vor mehr als zehn Jahren ausgedacht, sagt er. Der Sinn: Damit könne man in einem Bewerbungsgespräch schnell die Stärken einer Person erkennen. Wer sich beim Suchmaschinen-Giganten einen Job angeln will, muss geistig topfit sein. Ein Interview bei Google zählt wohl zu den härtesten der Welt.

Szene aus der TV-Serie IT Crowd: «Wer Google bei Google eingibt, zerstört das Internet.» (Video: Youtube)

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