Aktualisiert 13.01.2017 17:34

Weinkeller-Blog

Das passiert im Winter auf dem Rebberg

Es ist Winter in der Schweiz und in Anbetracht der frostigen Temperaturen mag man geneigt sein, Winterlieder anzustimmen: «leise rieselt der Schnee, still und starr liegt der See…». So weit, so gut, aber was macht eigentlich der Rebberg?

von
Mövenpick Wein

Winterschlaf im Rebberg

Spricht man über Weinregionen, so wird oft hervorgehoben, wie sonnengesättigt die Rebberge, wie günstig die niedrigen Niederschlagsmengen und die milden klimatischen Bedingungen sind. Nur widerwillig mag man sich die Weinberge bei klirrender Kälte und schneebedeckt vorstellen. Gut, der Eiswein-Liebhaber mag sich vielleicht noch mit der Notwendigkeit des Winters abfinden. Aber dennoch: Die vierte Jahreszeit passt einfach nicht so ganz ins Idyll einer Weinregion. Man könnte fast meinen, dass es dann gar nichts mehr zu tun gibt rund um den Weinberg, denn die reguläre Traubenlese ist längst abgeschlossen und der Most ruht in den Fässern.

Dabei ist diese Jahreszeit enorm wichtig für den Weinberg. Wenn alles friert und fröstelt speichert der Rebstock umso mehr Wachstumskraft, die dann im Frühling freigegeben wird. Ausserdem ist Frost unumgänglich, um Larven und Sporen abzutöten, die sonst im Frühjahr Schäden an den Reben anrichten könnten. Der Schnee liegt wie eine schützende Decke über dem Weinberg. Doch wenn er schmilzt, werden die Böden delikat mineralisiert. Der Grundstein für einen guten Jahrgang wird also schon im Winter gelegt.

Abfüllen oder lagern?

Während der Weinberg einen kleinen Winterschlaf einlegt, geht es im Weinkeller weniger gemächlich zu. Der Winzer muss neben der Kontrolle und Vorbereitung des Weinbergs für das kommende Jahr auch den frisch geernteten Wein bei seiner Gärung kontrollieren. Auch ein noch so feiner Jahrgang (eben der mit den tollen Sonnenstunden und der genau richtig dosierten Feuchtigkeit) kann sich ohne die präzise Einwirkung des Kellermeisters nicht zu einer Freude im Glas entwickeln. So plant er in den Wintermonaten auch die Abfüllung der Weine in die Flasche. Weine, die durch Primäraromen und schnellen Trinkgenuss überzeugen sollen, werden sogar häufig noch im Jahr der Ernte abgefüllt. Nun muss der Winzer also entscheiden: abfüllen oder lagern? Vielleicht bietet gerade die winterliche Ruhe die perfekte Basis für die Füllplanung, die so viel Fingerspitzengefühl vom Winzer fordert.

Das Winzerjahr hat zwölf Monate

Ungefähr im März geht die Vegetation auf den Weinbergen dann auch wieder richtig los. Denn dann beginnt die Arbeit im Rebberg von vorn, der neue Vegetationszyklus beginnt. Der Winzer ist aber schon im Dezember, Januar und Februar aktiv und muss beispielsweise den Rebschnitt vornehmen. Dabei werden neu gewachsene Triebe und altes Holz abgeschnitten. Dadurch kann die Rebe ihre Inhaltsstoffe auf weniger Trauben verteilen, dies ermöglicht höhere Qualitäten. Zusätzlich werden beispielsweise auch Drähte im Weinberg nachgespannt und Pfähle erneuert damit der Frühling den Weinberg in bester Verfassung vorfinden kann.

Was sind wir froh, dass unsere Winzer das ganze Jahr so fleissig arbeiten, um uns tolle Weine zu bieten. Weine für genussvolle Stunden im Warmen finden Sie wie gewohnt unter www.moevenpick-wein.com.

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