Das passiert, wenn du dein Handy über Nacht lädst
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RatgeberDas passiert, wenn du dein Handy über Nacht lädst

Viele von uns laden das Smartphone über Nacht oder lassen es sonst einfach stundenlang am Ladekabel hängen. Was aber genau macht das mit dem Akku im Gerät? Eine Expertin erklärt.

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rfi/tob
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Wer sein Handy intensiv braucht, …

Wer sein Handy intensiv braucht, …

20min/Michael Scherrer
… muss es auch oft aufladen. 

… muss es auch oft aufladen.

Unsplash
Viele machen das in der Nacht. 

Viele machen das in der Nacht.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Gehörst du zu denen, die ihr Handy in der Nacht aufladen?

  • Achtung: Je nach Gerät kann darunter die Batterie leiden.

  • Eine Expertin gibt Tipps, wie man das Handy richtig lädt.

Bei vielen ist es wohl Routine: Vor dem zu Bett gehen steckt man noch schnell das Handy am Kabel an, damit der Akku am Morgen wieder voll ist. Doch weil man länger schläft, als der Akku benötigt, bis er voll ist, bleibt das Smartphone unnötig lang an der Steckdose hängen.

Doch was passiert, wenn du dein Smartphone trotz vollem Akku am Ladekabel angeschlossen lässt? Ist das sinnvoll? Kann ich dabei mein Handy kaputtmachen? Oder kann es im schlimmsten Fall sogar gefährlich sein? Schliesslich gibt es zahlreiche Schreckensmeldungen, in denen von brennenden oder gar explodieren Akkus die Rede ist.

Sicherheit? Kein Problem!

Die Akku-Expertin Kerstin Sann-Ferro vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik, sagt: «Wenn man seinen Akku über Nacht mit einem qualitativ geeigneten Ladekabel lädt, ist dies aus Sicht der Sicherheit kein Problem», erklärt sie gegenüber Techbook.de. Allerdings kann der Akku selbst darunter leiden.

Handy-Akkus müssen eine sogenannte Ladeschaltung besitzen. Diese schaltet die Stromzufuhr ab, wenn das Gerät zu 100 Prozent geladen ist. Das tönt gut, ist aber problematisch. Denn wenn der Ladezustand fällt, wird unter Umständen erneut geladen. Dieses sogenannte Nachladen belastet den Akku. «Das wirkt sich auf Kapazität und damit auf die Lebensdauer des Akkus aus», so Sann-Ferro.

Der Schutzmechanismus

Wer ein neueres Gerät besitzt, muss sich allerdings weniger Gedanken machen, als früher. Denn die Hersteller haben mittlerweile einen Ladeschutz integriert. Bei Apple-Handys wird der Akku mit der Funktion optimiertes Laden in der Nacht erstmal nur auf 80 Prozent geladen, um die Batterie zu schonen. Das iPhone lernt über die Zeit die Routine der Besitzerin oder des Besitzers und lädt den Rest so, dass das Telefon erst beim Aufstehen voll geladen ist. Die Funktion gibt es seit dem mobilen Betriebssystem iOS 13.

Eine spezielle Ladefunktion gibt es auch für Android-Handys ab Version 11 des Systems. Gewisse Hersteller bieten bereits seit längerem eine optimierte Ladefunktion für die Nacht an. Vor allem aber bei älteren und bei günstigen Geräten mit veralteten Android-Versionen fehlt diese Funktion aber noch, schreibt Techbook.de.

So lädst du Akkus richtig

Wie aber soll man das Handy dann überhaupt laden, damit die Batterie eine möglichst lange Lebensdauer hat? Auch dazu gibt es ein paar Tipps: «Wenn möglich, sollte man das Smartphone bei einem Ladzustand von etwa 30 Prozent laden und dann bei 90 Prozent den Ladevorgang wieder stoppen», so Sann-Ferro. So könne man die Leistungsfähigkeit des Akkus über die Lebensdauer gewähren, sagt sie. Dabei sollte man ausserdem auf die Temperatur achten. «Ist es unter Null Grad Celsius, sollte man nicht laden», erklärt Sann-Ferro. Ideal ist Raumtemperatur. Vermeiden sollte man auf alle Fälle, das Gerät in die pralle Sonne zu legen.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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