23.07.2020 12:08

Neu im Kino

Das passiert, wenn eine Totenwache schiefläuft

Im neuen Blumhouse-Streifen geschehen in einer jüdischen Glaubensgemeinschaft unheimliche Dinge, ausserdem sehnt sich ein Bürogebäude in einer Schweizer Drama-Komödie nach Liebe – und weitere Filme, die neu im Kino laufen.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «The Vigil».

Spot on

Darum gehts

  • Wir stellen dir jede Woche die besten neuen Kinostarts vor.
  • Bei einer Totenwache im Haus des Verstorbenen geschehen unerklärliche Dinge.
  • Ein Bürogebäude steht kurz vor dem Abriss und wünscht sich eine Liebesgeschichte.
  • Wie drei Frauen in Kairo sich von traditionellen Rollenbildern lösen wollen, zeigt eine Doku.
  • Eine japanische Moderatorin dreht in Usbekistan und alles läuft schief.

«The Vigil»

Regisseur Keith Thomas’ Kinodebüt dreht sich um einen jungen jüdischen Mann: Yakov (Dave Davis) hat einer ultraorthodoxen Glaubensgemeinschaft den Rücken gekehrt und besucht nun eine Selbsthilfegruppe.


Er läuft allerdings seinem früheren Rabbi wieder über den Weg, der ihn zurück in die Gemeinde bringen will. Für ein verstorbenes Mitglied der Gemeinde soll Yakov eine Nacht lang die Totenwache übernehmen.

Yakov bereut seine Entscheidung

Er sagt zu, da eine Entlohnung winkt und er knapp bei Kasse ist. Yakov stellt sich auf einen ruhigen Abend ein – doch im Haus des Verstorbenen begegnet er der demenzkranken Witwe (Lynn Cohen), und es gehen Dinge vor sich, die ihn aus der Fassung bringen: Eine übernatürliche Macht hat es auf Yakov abgesehen.


Keith Thomas kommt selbst aus einer jüdischen Familie, wenn auch nicht streng orthodox wie die Gemeinde im Film. In Interviews führt er aus, wie ihm beim Ausarbeiten der Idee zu «The Vigil» klar wurde, dass er eine authentische Geschichte erzählen wolle.

Dämonen im Judentum


Er vermisste Horrorstreifen, die in einem jüdischen Umfeld spielen. Für den Film suchte er daher Geschichten über Dämonen im Judentum, erklärt er bei «13th Floor»:

«Interessant ist, dass Dämonen im Judentum keinerlei physische Form besitzen und unsichtbar sind.» Es sei eine Herausforderung gewesen, diesem Spuk im Film eine Gestalt zu geben.

«Sekuritas»

Noch eine Liebesgeschichte zu erleben – das wünscht sich der Bürokomplex in «Sekuritas», bevor er abgerissen wird.

So begegnen sich während der Nachtschicht unter anderem eine Wachfrau (Kathrin Veith), ein Putzmann (Duraid Abbas Ghaieb), eine Sekretärin (Jeanne Devos) und ein Koch (Daniel Kasztura) – und plötzlich scheinen manche der Angestellten sich magnetisch anzuziehen.

Arbeiten in der Nacht


Autorin und Regisseurin Carmen Stadler widmet «Sekuritas» der Schattenexistenz von Menschen mit einem Job in der Nacht: «Das Wachpersonal und die Putzequipen arbeiten an unseren Plätzen, während wir Feierabend haben», so Stadler in einem Statement.

Damit entstehe eine indirekte Nähe: «Sie entfernen unsere Spuren und erfahren so viel mehr über uns als wir über sie.» Zentral ist im Film die Liebe und ihre verschiedenen Formen, darin liege für Stadler auch der eigentliche Kern von «Sekuritas»: «In der Liebe findet sich das Vertrauen ins Leben.»

Der Trailer zu «Sekuritas».

Filmcoopi

«Fiancées»

Der Dokumentarfilm begleitet drei Paare, die in Kairo versuchen, zwischen den Traditionen und einem Freiheitswunsch ihren Platz zu finden: Dabei ist die Hochzeit traditionell ein unvermeidbarer Schritt, um ihr Elternhaus zu verlassen.

«Fiancées» gibt jungen Frauen und Männern eine Stimme und zeigt, wie sie sich unter dem Druck der ägyptischen Gesellschaft selbstbestimmte Lebensentwürfe erkämpfen.

Der Trailer zu «Fiancées».

Prosa Film

«To the Ends of the World»

Um die letzte Folge ihrer Reisesendung zu drehen, sieht sich die japanische Moderatorin Yoko (Atsuko Maeda) Usbekistan an. Sie und ihr Filmteam probieren das lokale Essen, filmen bei beliebten Spots und auf dem Markt, doch dabei läuft nichts wie geplant.

Die Reporterin fühlt sich unwohl und kann sich nicht recht auf das Land einlassen – bis sie Menschen kennenlernt, die sie an der Hand nehmen.

Der Trailer zu «To the Ends of the World».

Trigon

WOCHE 29

Schweizer Kino-Top-5

Shaggy und Scooby-Doo in «Scoob!».

Shaggy und Scooby-Doo in «Scoob!».

Warner Bros.

1. «Scoob!»

2. «Pinocchio»

3. «Takeover – Voll Vertauscht»

4. «Into The Beat – Dein Herz tanzt»

5. «Nightlife»

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