Aktualisiert 27.11.2009 14:14

Hinwils Gemeindepräsident

«Das Positive überwiegt»

Beim Gemeindepräsidenten von Hinwil lösen die Neuigkeiten rund um den Sauber-Rückkauf gemischte Gefühle aus. Erfreulich sei die definitive Sicherung des Rennstalls, zu bedauern allerdings die 140 Entlassungen.

von
heg/tog

Seit acht Jahren ist Walter Bachofen Gemeindepräsident von Hinwil. In dieser Zeit hat er mitbekommen, wie Peter Sauber den Rennstall an BMW verkaufte und der deutsche Hersteller personell aufstockte. Nun muss der 69-Jährige miterleben, wie genau diese Stellen wieder abgebaut werden, trotzdem schaut er nach vorne: «Das Positive überwiegt - dass 240 bis 250 Arbeitsplätze bleiben. Sehr bedauerlich sind allerdings die vielen Entlassungen.»

«Ich habe schon lange auf so eine Mitteilung gewartet», gibt der Gemeindepräsident ehrlich zu. Als einer der grössten Arbeitgeber des Ortes beeinflusst das Schicksal des Rennstalls das Dorfleben enorm: wirtschaftlich, sozial, persönlich. Bereits am 17. November beim Hinwiler Unternehmer-Gespräch, einem gemeinsamen Abendessen von Unternehmern und Politikern, wurde Peter Sauber von den anwesenden Personen über die Zukunft des Rennstalls gelöchert. Gemäss Bachofen gab er allerdings nur ausweichend Antwort: «Er wirkte gut gelaunt, aber auch nachdenklich.» Dies alles spielt heute keine Rolle mehr. Die Schweiz hat wieder ein privates Formel-1-Team. Das wird der Faszination für die Sportart in diesem Land neue Flügel verleihen.

Angestellte des BMW-Sauber-Konzerns in Hinwil wollten 20 Minuten Online vor Ort keine Auskunft geben. Ein Mitarbeiter meinte lediglich: «Bis zum Saisonstart gibt es noch viel zu tun.»

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