Esaf 2016: Das Publikum war fast so heiss wie das Wetter
Aktualisiert

Esaf 2016Das Publikum war fast so heiss wie das Wetter

Der König des Eidgenössischen 2016 heisst Matthias Glarner. Wir präsentieren fünf weitere Sieger des Schwingfests in Estavayer-le-Lac.

von
Adrian Hunziker
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Die besten Bilder des Schwing- und Älplerfestes 2016Der Kranz für den König: Eine Ehrendame krönt Matthias Glarner.

Die besten Bilder des Schwing- und Älplerfestes 2016Der Kranz für den König: Eine Ehrendame krönt Matthias Glarner.

Keystone/Peter Schneider
Glarner jubelt neben Ehrendamen.

Glarner jubelt neben Ehrendamen.

Keystone/Jean-christophe Bott
Glarner mit dem Siegermuni «Mazot de Cremo» und Miss Schweiz Lauriane Sallin.

Glarner mit dem Siegermuni «Mazot de Cremo» und Miss Schweiz Lauriane Sallin.

Keystone/Jean-christophe Bott

Der Wettermacher

Der Wettergott muss ein Schwingfan sein. Er liess das ganze Wochenende in Estavayer-le-Lac die Sonne scheinen – nein brennen. Das ist an Eidgenössischen Schwingfesten nichts Aussergewöhnliches. Seit 1986 in Sion – also seit 30 Jahren – hat es an Eidgenössischen nicht mehr geregnet. In Sitten schüttete es zwar, aber nur am Samstagmorgen vor dem Anschwingen. Danach blieb das Fest trocken. Heuer wären die Fans wohl für eine Abkühlung dankbar gewesen. Sie suchten wenn immer möglich den Schatten und mussten viel trinken, dazu wurden sie von den Stadionspeakern immer wieder aufgefordert.

Die Stimmungsmacher

Trotz grosser Hitze war die Stimmung in der Arena de la Broye in Estavayer – genauer gesagt auf dem Militärflugplatz von Payerne – hervorragend. Die Fans liessen sich von der Sonne nicht aus dem Konzept bringen und machten munter Stimmung. Die Nationalhymne sang das Publikum aus voller Kehle, die Schwinger wurden mit viel Applaus beschenkt und auch die Auftritte verschiedener Musiker, Fahnenschwinger und Lebendpreise wurden mit Begeisterung gefeiert. Zudem blieben die Fans stets friedlich, wie es an Schwingfesten gang und gäbe ist.

Die gut Organisierten

Die Organisatoren haben einen hervorragenden Job gemacht. Sie stellten den Zuschauern Möglichkeiten zur Abkühlung zur Verfügung, sei es durch Brunnen, Wasserschläuche oder Sprinkleranlagen. Einige Brunnen mehr hätten aber sicher nicht geschadet. Was den Gaumen betrifft, konnte man sich nicht beklagen. Es gab ein grosses Angebot an diversen Verpflegungen. Bier floss in Mengen, aber auch Wasser wurde überall an den Mann und die Frau gebracht. Deshalb waren zahlreiche WC-Anlagen vonnöten. Einige mehr hätten sicher nicht geschadet. Dasselbe gilt für Schattenplätze, was auf dem Flughafen aber scheinbar schwierig zu bewerkstelligen war.

Die lieben Helferlein

Sie waren stets hilfsbereit, höflich und hatten immer ein Lächeln auf der Lippe: die Volunteers. Auf ihren Leibchen stand geschrieben «Bosseur» – was auf Französisch so viel heisst wie «Chrampfer». Und das taten sie. Bei dieser Hitze hetzten sie hin und her, gaben Getränke und Esswaren aus, verteilten Glaces und wiesen die Zuschauer zu ihren Plätzen. Es war eine wahre Freude, diesen freiwilligen Helfer bei ihrer Arbeit zu sehen – bemerkenswert, wie viel Freude und Motivation sie an den Tag legten. Respekt!

Die schwitzende Zunft

Neben dem Publikum und den Schwingern im Sägemehl schwitzten sich in der Arena hunderte von Musikern und Artisten einen Wolf. In ihren Trachten harrten sie minutenlang in der glühenden Sonne aus und zeigten ihr Können. Das Publikum wurde bestens unterhalten und dankte das mit kräftigem Applaus.

Hier finden Sie alles, was Sie über Schwingen wissen müssen.

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