Facebook-Fahndung: Das Rätsel um den Ehering ist gelöst
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Facebook-FahndungDas Rätsel um den Ehering ist gelöst

Jasmin Gloor fand in Gossau ZH einen Ehering am Boden. Über soziale Medien suchte sie nach dem Besitzer. Nun hat sie ihn gefunden.

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num
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So suchte Jasmin Gloor nach dem Besitzer des Rings.

So suchte Jasmin Gloor nach dem Besitzer des Rings.

Leser-Reporter
Im Ring ist der Name «Roger» und das Datum 7.7.07 eingraviert.

Im Ring ist der Name «Roger» und das Datum 7.7.07 eingraviert.

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Roger Domig schenkte den Ring seinem Exmann an ebenjenem 7. Juli 2007.

Roger Domig schenkte den Ring seinem Exmann an ebenjenem 7. Juli 2007.

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Auf einem Ehering, den Jasmin Gloor Ende November in Gossau ZH auf dem Marktplatz am Boden fand, ist der Name Roger und das Datum 7.7.07 eingraviert. Gloor stellte das Bild des Rings auf Facebook – und die Fahndungsmeldung raste durchs Netz. Über 12'000 User teilten das Bild, um die Besitzerin oder den Besitzer zu finden.

Viele Leser wunderten sich, welche Geschichte hinter dem verlorenen – oder weggeworfenen? – Ring steckt. «Vielleicht wollte sich die Ehefrau im verflixten siebten Jahr von Mann und Ring trennen», mutmasst eine Nutzerin.

Es ist alles ganz anders. Einer, der es weiss, meldete sich und lieferte Beweise: Roger Domig aus Grüningen erkannte den Ring, den er seinem jetzigen Exmann damals an den Finger steckte, sofort wieder. «Michel Rubin und ich haben am 7.7.07 in Uster geheiratet», erzählt er.

Hochzeit am 7.7.07

Domig präsentiert die Urkunde der eingetragenen Partnerschaft und Bilder der Hochzeit mit ebenjenen Ringen, von denen einer sieben Jahre später auf verschlungenen Wegen auf dem Marktplatz Gossau landen sollte.

Das Glück der beiden zerbrach wenige Jahre nach der Hochzeit. Im Frühling 2012 wurde die Partnerschaft aufgelöst, seither haben die beiden keinen Kontakt mehr. Rubin ist mehrmals umgezogen – unter anderem nach Gossau.

Beim Zügeln verloren

Den Ring trug er damals längst nicht mehr, sondern hatte ihn in einer Kommode verstaut. Im Oktober zügelte er in die Ostschweiz – doch den Ring fand er plötzlich nicht mehr. «Er muss beim Verladen in den Zügelwagen irgendwie rausgefallen sein», sagt Rubin.

Selbstverständlich hätte er den Ring gerne zurück und hat sich bereits bei Finderin Jasmin Gloor gemeldet. Diese ist überglücklich, dass die richtige Person endlich gefunden ist. «Ich wollte einfach, dass der Ring zu seinem rechtmässigen Besitzer zurückkehrt.»

Und Rubin wird sich für ihre Ehrlichkeit und Mühe erkenntlich zeigen, verspricht er. «Ich werde mich angemessen bei ihr bedanken – muss mir aber zuerst noch etwas Spezielles einfallen lassen.»

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