Erfahrungsberichte: «Das RAV schickte mich in eine Fake-Firma»
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Erfahrungsberichte«Das RAV schickte mich in eine Fake-Firma»

Jeder vierte Stellensuchende findet die Kurse und Praktika der RAVs nicht hilfreich. Diese Erfahrungen haben 20-Minuten-Leser gemacht.

von
pam
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Um Stellensuchenden wieder einen Job zu vermitteln, setzen die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) auf «arbeitsmarktliche Massnahmen»: Dazu gehören Kurse, um Bildungslücken zu schliessen, Praktika, um Einblick in einen neuen Beruf zu erhalten, oder das Arbeiten in Praxisfirmen, um den Berufsalltag kennen zu lernen.

Diesen Massnahmen stellen die Stellensuchenden der RAVs jedoch ein durchzogenes Zeugnis aus: 26 Prozent finden, die Angebote seien gar nicht bis wenig nützlich. Insgesamt stellten die Befragten den RAVs auf einer Skala von 1 bis 6 die Note 4,4 aus.

Was 20-Minuten-Leser auf dem RAV erlebt haben, sehen Sie in der Bildstrecke.

Das sagt das Seco

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) erklärt, dass man ein Pilotprojekt gestartet habe, um den zielgerichteteren Einsatz der Massnahmen zu fördern. Zudem hält Sprecher Fabian Maienfisch fest, dass 75 Prozent der Befragten der Meinung sind, die Massnahmen seien nützlich gewesen. Maienfisch: «Die Einschätzung darüber, was für die Arbeitsmarktintegration im Einzelfall nützlich ist, kann unterschiedlich ausfallen.» Man gehe davon aus, dass die Arbeitsmarktspezialisten beim RAV besser als die Stellensuchenden einschätzen könnten, ob eine bestimmte Massnahme für die rasche und dauerhafte Reintegration angezeigt und dienlich sei.

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