Fringer VS. Fischer: Das Rededuell vor dem Schlager
Aktualisiert

Fringer VS. FischerDas Rededuell vor dem Schlager

Luzern gegen Zürich. Erster gegen Dritter. Fringer gegen Fischer. Die Herbstrunde der Super League endet mit einem Knaller.

von
Andy Huber/Sandro Compagno
Fringer gegen Fischer.

Fringer gegen Fischer.

Kurz vor dem wegweisenden Duell duellierten sich die Trainer Rolf Fringer (53) und Urs Fischer (44) verbal.

Rolf Fringer, Urs Fischer, wo würden Sie sich auf einer Zufriedenheitsskala von 1 bis 10 eintragen und weshalb?

Fringer: Ich könnte 10 sagen, aber 9 ist mir lieber. Ein kleiner Bonus muss noch drinliegen oder? Allerdings bin ich rundum zufrieden mit der Welt. Und dass mein Team bisher keinen grossen Einbruch hatte, stimmt mich glücklich.

Fischer: Auf der 10. Weil die Mannschaft in der Herbstrunde super mitgezogen hat. Weil sie versucht hat umzusetzen, was wir von ihr verlangten. Und ganz allgemein, weil ich ein optimistischer Mensch bin.

Wo drückt Sie der Schuh vor dem Spitzenkampf?

Fringer: Nirgendwo, sonst hätte ich falsch eingekauft. Nein, mit dem FCL läuft es, um in Ihrer Bildsprache zu bleiben, rund. Natürlich hat Hakan Yakin grossen Anteil am Erfolg. Doch ohne eine funktionierende Mannschaft neben sich könnte er sich nicht so toll entfalten.

Fischer: Nirgends, ich trage sehr bequeme Schuhe unseres Ausrüsters Nike. Da drückt nichts.

Haben Sie eine Meisterprämie im Vertrag, respektive eine für den Titel des Wintermeisters?

Fringer: 3. Für mich gibt es Rangprämien (schmunzelt). Also ist der 1. Platz auch darin enthalten. Für den Wintermeister-Titel kriege höchstens einen feuchten Händedruck.

Fischer: Eine Meisterprämie gibt es. Ich habe einen erfolgsabhängigen Vertrag, sonst würde es ja keinen Spass machen.

Wie würden Sie Ihren Trainerkollegen beschreiben – was halten Sie von ihm?

Fringer: Urs ist ein äusserst ehrlicher, gradliniger Mensch. Das gibt ihm auch diese grosse Glaubwürdigkeit. Ein lieber Kollege.

Fischer: Rolf und ich haben sogar noch gegeneinander gespielt! Als Trainer ist er mit allen Wassern gewaschen. Rolf ist ein guter Kollege und ein interessanter Mensch. Mit ihm hat man es immer lustig.

Welchen seiner Spieler hätten Sie gerne in Ihrer Mannschaft?

Fringer: Keinen. Ich bin mit den Spielern, die ich zur Verfügung habe, zufrieden.

Fischer: Ich bin mehr als zufrieden mit meinem Kader hier beim FCZ. Aber natürlich ist einer wie Hakan Yakin ein interessanter Spieler. Er ist an fast allen Toren der Luzerner beteiligt – sei es als Vorbereiter oder als Vollstrecker.

Welche Schlagzeile werden wir nach dem Spitzenkampf am ­Sonntag lesen?

Fringer: Ich hoffe nicht diese: «Spitzenkampf wegen unbespielbaren Terrains verschoben!»

Fischer: Ganz nüchtern: «FCZ gewinnt in Luzern». Das würde mir schon reichen.

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