Gökhan Inler: «Das Resultat an sich ist mir eigentlich egal»
Aktualisiert

Gökhan Inler«Das Resultat an sich ist mir eigentlich egal»

Auch wenn es Ottmar Hitzfeld heute noch nicht bestätigen wollte: Gökhan Inler und Benjamin Huggel sind für das Auswärtsspiel am Samstag in Israel im defensiven Mittelfeld gesetzt.

von
Peter Haab
Freienbach

Gökhan Inler auf die Frage nach einem Resultat-Typ für den Match vom Samstag gegen Israel: «Das Resultat an sich ist mir eigentlich egal. Es muss ganz einfach ein Sieg her. Das wäre der ideale Start in unsere WM-Qualifikation.» Inler ist sich bewusst, dass mit Israel eine äusserst kampfstarke Truppe wartet. Er betont aber auch, dass man dort genau deshalb nicht zurückhaltend auftreten dürfe. «Wir dürfen nicht auf ein Unentschieden spekulieren. In solche Spiele muss man mit einer totalen Sieges-Mentalität hineingehen, sonst kommt es am Ende nicht gut heraus.» Der Udinese-Söldner sagt das alles in ganz ruhigem Tonfall. Es wirkt überhaupt nicht überheblich. Man spürt die Überzeugung in seinen Worten. Und er wiederholt nochmals: «Wenn wir dort auf den Platz einlaufen, muss in unserer Mannschaft bei jedem einzelnen Spieler die Überzeugung vorhanden sein, dass wir diesen Match gewinnen.»

Hitzfeld fordert mehr Anweisungen

Und wie wird Gökhan Inler mit seinem neuen Mittelfeld-Partner Benjamin Huggel zurechtkommen? «Wer dann am Samstag spielt, hat der Trainer ja noch nicht bekannt gegeben. Aber wenn es so wäre, hätte ich mit Beni Huggel keine Probleme. Er ist ein guter Typ. Ich kenne ihn ja bereits seit meiner Zeit früher bei Basel.» Am Montag nach dem Morgentraining hat Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld Gökhan Inler zu einem längeren Gespräch unter vier Augen zur Seite genommen. «Der Trainer möchte, dass ich auf dem Platz etwas mehr rede und dirigiere. Er will, dass ich die Leute in meinem Umfeld mit Anweisungen lenke.»

Inler hat in den letzten zwei Jahren unheimliche Fortschritte gemacht. Der Höhepunkt war dann die Anfrage von Arsenal in diesem Sommer. Hat es der Mittelfeld-Puncher noch nicht bereut, den Engländern eine Absage erteilt zu haben? «Nein, ich habe bei Udine ein Projekt angefangen und möchte das zuerst zu Ende bringen», betonte der frühere FCZ-Spieler. «Ich will in dieser Saison in Italien beweisen, dass ich konstant auf hohem Niveau spielen und auch Verantwortung übernehmen kann.» Inler hat auch keine Angst, die Chance seines Lebens verpasst zu haben. «Wenn ich weiter hart an mir arbeite und mich im offensiven Spiel weiter verbessern kann, kommen solche Chancen wieder. Davon bin ich fest überzeugt.»

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