Doping: Das Rodriguez-Geständnis schockt Präsident Obama
Aktualisiert

DopingDas Rodriguez-Geständnis schockt Präsident Obama

Nun ist es definitiv: Auch im Baseballsport wird manipuliert. Das Doping-Geständnis von Superstar Alex Rodriguez deprimiert sogar US-Präsident Barack Obama.

Amerika ist geschockt. Im baseballverrückten Land hat Alex Rodriguez (33) etwas zugegeben, was alle vermuteten, aber niemand wahr­haben wollte. Der Superstar der New York Yankees sagte in einem TV-Interview, dass er mit anabolen Steroiden gedopt habe.

«Das sind deprimierende Neuigkeiten», ist selbst Präsident Obama schockiert. «Sie bringen zusätzlich Unruhe ins ohnehin schwierige Thema MLB.» Der Baseball-Fan hatte bereits während dem Präsidentschaftswahlkampf schärfere Dopingkont­rollen in der Major League Baseball gefordert. Rodriguez – 2003, 2005 und 2007 zum wertvollsten Spieler gewählt – gab zu, von 2001 bis 2003 (damals spielte er noch für die Texas Rangers) gedopt zu haben. «Die Enthüllungen trüben

eine ganze Baseball-Ära», weiss Obama. «Das ist schade, denn ich denke, es haben eine ganze Menge Profis ohne Doping gespielt.»

Allerdings eben auch viele mit. Rodriguez, der einen Zehnjahresvertrag bis 2017 für 275 Millionen Dollar besitzt, ist nur einer von offenbar 104 überführten Spielern. Statt Sperren gab es indes eine Abmachung zwischen der MLB und der Spielervereinigung, die Dopingergebnisse anonym zu halten. Mit dem Skandal ist die Glaubwürdigkeit von Amerikas populärster Sportart ruiniert. Daran ändert auch Rodriguez' gemachte Aussage nichts mehr, dass er seit 2004 «sauber» spiele.

(pbt)

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