Aktualisiert 28.02.2020 16:00

«Absolut fassungslos»

Das sagen die Basler zur Absage der Fasnacht

Den Baslern blutet nach dem dramatischen Entscheid das Herz. Kritik am Behördenentscheid wird aber nur zurückhaltend geäussert.

von
lha

«Es ist ein historisch-dramatischer Entscheid», sagt Edi Etter, Obmann des Basler Schnitzelbank-Comités, der grössten Organisation für Schnitzelbänke. Nachdem die Basler Fasnacht infolge der Ausbreitung des Corona-Erregers abgesagt werden musste, blutet den Fasnächtlern das Herz. Weit über 10'000 wären kommende Woche als Pfeifer, Tambouren, Waggis oder Schnitzelbänkler «uf dr Gass» gewesen.

Daraus wird jetzt nichts. «Wir werden sämtliche geplante Veranstaltungen gemäss den Weisungen der Behörden nicht durchführen – schweren Herzens», sagt Etter. Für alle Bänggler sei das tragisch. Die Verse sind gedichtet, die Helgen gemalt. Vorgesungen werden sie nun, wenn überhaupt, nur im privaten Rahmen.

Einbussen für Gastrobetriebe

Das trifft nicht zuletzt auch viele Basler Beizen, die mit den populären Schnitzelbankabenden ein lukratives Geschäft machen. Überhaupt mit der Fasnacht und den Aktiven und Passiven, die gern einkehren. «Für die etwa 300 Betriebe in der Basler Innerstadt ist das verheerend», sagt Maurus Ebneter, Präsident des Basler Wirteverbands. Viele erwirtschafteten während den drei Fasnachtstagen so viel wie sonst in zwei Wochen. «Der Schaden für die Gastronomie beläuft sich sicher auf einen zweistelligen Millionenbetrag», schätzt Ebneter.

Schnitzelbänkler Etter kann die Entscheidung der Regierung, sämtliche Fasnachtsveranstaltungen zu untersagen, aber auch nachvollziehen. Befände er sich in der Situation der Regierung, hätte er wohl auch so entschieden, sagt er. Was die Bevölkerung vom Entscheid hält, sehen Sie im Video.

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