Apple-Tablet im Kurztest: Das sagen die Experten zum iPad
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Apple-Tablet im KurztestDas sagen die Experten zum iPad

Die Macher der Technologie-Blogs engadget.com und gizmodo.com haben Apples gestern vorgestellten Tablet-PC kurz unter die Lupe genommen und präsentieren ihre Eindrücke in Videos. In den USA wird der Rechner exklusiv von AT&T angeboten. 20 Minuten Online hat sich umgehört, welcher Provider ihn in die Schweiz bringen will.

von
hst/mbu

Lange mussten die Apple-Fans auf das iPad warten, jetzt ist es da. In der Hand hatten das Gerät aber erst wenige, denn Testgeräte hat Apple noch nicht verschickt. Nachdem Steve Jobs gestern in San Francisco das iPad präsentiert hatte, konnten Mitarbeiter von gizmodo.com und engadget.com sich vor Ort einen ersten Eindruck vom neuen Tablet-PC aus Cupertino verschaffen.

Der Gizmodo-Tester zeigte sich vor allem von der Arbeitsgeschwindigkeit des Rechners beeindruckt. Das Display überzeugte ihn mit hohen Kontrastwerten und präziser Reaktion auf seine Eingaben per Finger. Das gilt allerdings nicht fürs Tippen von Texten auf der virtuellen Tastatur. Diese ist für seinen Geschmack zu klein geraten. Hinzu kommt, dass die Rückseite des iPad abgerundet ist und es daher nicht einmal auf ebenen Flächen ruhig liegt.

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Wie seinem Kollegen fiel Joshua Topolsky von Engadget sofort negativ auf, dass das iPad nicht mit Flash umgehen kann und daher unter anderem Probleme bei der Anzeige von Webseiten hat. Im Unterschied zum Gizmodo-Bericht bewertete Topolsky das Gewicht als zu hoch, war aber ebenfalls von der Geschwindigkeit, mit der sich beispielsweise Apps öffnen liessen, angetan. Die Tastatur reagierte seiner Meinung weniger präzise als die Präsentation von Steve Jobs hatte vermuten lassen. Als Betriebssytem will Topolsky das iPhone OS 3.2 auf dem iPad entdeckt haben.

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Schweizer Anbieter wollen das iPad

20 Minuten Online hat bei den drei grössten Providern in der Schweiz nachgefragt, ob denn Interesse an dem iPad bestehe, mit dem sich zwar übers Mobilfunknetz und WLAN im Internet surfen, aber nicht telefonieren lässt. Beim Branchenriesen Swisscom, der hierzulande mit Abstand am meisten iPhones verkauft hat, ist das Interesse am Apple-Tablet gross: «Ab wann und zu welchen Konditionen wir das iPad anbieten werden, steht zurzeit aber noch nicht fest. Dafür müssen erst entsprechende Verhandlungen mit Apple geführt werden», sagt Swisscom-Sprecher Olaf Schulze. Auch bei Sunrise, die selber das iPhone nicht im Angebot führt, ist das Interesse am iPad vorhanden: «Wir können zwar noch nichts dazu sagen, sind aber grundsätzlich nicht abgeneigt», sagt Sunrise-Sprecher Hugo Wyler. Orange war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen, die Antwort dürfte aber ähnlich ausfallen.

In den USA bietet der Provider AT&T für den Datendownload übers Mobilfunknetz ein eigenes Abo an. Für 250 Megabyte Datenvolumen werden 14,99, für eine Flatrate 29,99 US-Dollar pro Monat fällig. Dabei ist die Benutzung aller AT&T-Hotspots im Preis enthalten. In der billigsten Version ohne Anschluss ins 3G-Netz verkauft Apple das iPad mit 16 Gigabyte Speicher für 499 Dollar.

Schreiben Sie uns bitte Ihre Meinung im Talkback: Hat Apple die Erwartungen erfüllt oder hat Steve Jobs gestern in San Francisco nur heisse Luft präsentiert?

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