Reden und Büssen: Das sagt die Polizei zu ihrer Taktik nach Corona-Verstössen an der Fasnacht
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Reden und BüssenDas sagt die Polizei zu ihrer Taktik nach Corona-Verstössen an der Fasnacht

Hunderte waren beim Fasnachtsumzug am Montag in Einsiedeln dabei. Und schon am Samstag gab es in Würenlingen AG ein wildes Treiben. Die Polizei erklärt sich.

von
Martin Messmer
Polizisten am Montag in Einsiedeln SZ.

Polizisten am Montag in Einsiedeln SZ.

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Als gäbe es kein Corona. In manchen Teilen der Schweiz ist in diesen Tagen ein wildes Fasnachtstreiben zu beobachten. So sieht es zum Beispiel am Samstag in Würenlingen im Kanton Aargau aus. Auch am Montag wurde in Einsiedeln im Kanton Schwyz mit Hunderten Fasnacht gefeiert. Selbst der Nationalrat Alois Gmür ist mit dabei an einem Fasnachtsumzug.

Der Tessiner Infektiologe Andreas Cerny sagt: «Wenn es unter den Personen Virusträger hatte, dann werden wir in den nächsten Tagen einen Anstieg der neuen Fälle sehen. Das wäre sehr zu bedauern, weil dadurch auch Mitmenschen zu Schaden kommen und zukünftig geplante Lockerungsmassnahmen gefährdet werden.»

Wie geht die Polizei mit der Situation um? Auf Anfrage heisst es bei der Kantonspolizei Aargau, die Polizei sei in Würenlingen vor Ort gewesen, sie habe die Veranstaltung später am Tag auch aufgelöst. Fasnachtsbesucher ohne Maske seien ermahnt worden. Da viele aber Getränke konsumieren würden, und demnach von der Maskenpflicht befreit waren, sei dies nur vereinzelt gemacht worden.

Bei der Schwyzer Polizei heisst es auf Anfrage am Montagnachmittag: «Wir waren bereits am Morgen präsent und haben versucht, die Menschen in Gesprächen zu sensibilisieren. Als das nicht gefruchtet hat, haben wir angefangen, Teilnehmer, die in grösseren Gruppen zusammen standen und gegen die Maskenpflicht verstossen haben, zu büssenRund 100 Bussen verteilt die Kantonspolizei Schwyz. Am Montagnachmittag löst sich in Einsiedeln die grössere Menschenmenge auf. Auch die Take-Away Geschäfte, vor welchen sich Menschenmengen angesammelt hatten, zeigen sich nach den Gesprächen mit der Polizei einsichtig und schlossen ihre Geschäfte.

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