Fähren-Unglück: «Das Schiff versank innerhalb einer halben Stunde»
Aktualisiert

Fähren-Unglück«Das Schiff versank innerhalb einer halben Stunde»

Beim Untergang einer Autofähre in der Türkei ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Fünf galten am Montag noch als vermisst.

Das berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

«Wir haben sie bisher nicht gefunden. Wahrscheinlich sind sie im Innern des Schiffes», sagte der zuständige Staatssekretär Mehmet Solgun am Montagmorgen. Etwa 70 Reisende und 30 Besatzungsmitglieder seien gerettet worden oder konnten ans Ufer schwimmen, hiess es.

Die Fähre, die den Hafen von Bandirma im Nordwesten des Landes in Richtung Istanbul verlassen hatte, bekam kurz vor Mitternacht (Ortszeit) Schlagseite und ging in wenigen hundert Metern Entfernung von der Küste unter. «Das Schiff versank innerhalb einer halben Stunde», sagte Bürgermeister Recep Eraydin.

An dem Rettungseinsatz im Marmarameer beteiligten sich zunächst Fischer aus Bandirma und umliegenden Dörfern. Später wurden auch Helikopter des türkischen Militärs mit Nachtsichtgeräten sowie Schiffe der Küstenwache eingesetzt.

Dem Sender CNN-Türk sagte der Kapitän, dass offenbar schlecht verteilte Ladung das Unglück verursacht habe. Gerettete Passagiere berichteten, das Schiff habe plötzlich zu schwanken begonnen, ehe es sich auf die Seite legte und sank. Die 118 Meter lange Fähre transportierte rund 73 Lastwagen und zwei Personenwagen.

(sda)

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