Aktualisiert 09.04.2020 18:50

Studie der Uni Bern

Das Schlimmste dürfte überstanden sein

Gemäss Zahlen der Universität Bern hat die Schweiz den Höhepunkt der Corona-Krise erreicht. Dennoch dürften hierzulande noch hunderte Personen am Virus sterben.

von
mig
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Gemäss Zahlen einer Studie der Universität Bern hat die Schweiz den Höhepunkt der Corona-Krise erreicht.

Gemäss Zahlen einer Studie der Universität Bern hat die Schweiz den Höhepunkt der Corona-Krise erreicht.

Keystone/Peter Schneider
Seit dem Lockdown vor knapp drei Wochen ist die Zahl der Neuansteckungen durch bereits Infizierte gesunken.

Seit dem Lockdown vor knapp drei Wochen ist die Zahl der Neuansteckungen durch bereits Infizierte gesunken.

Keystone/Martial Trezzini
Noch Mitte März lag diese Zahl bei 2.73, jetzt bei 0.59. Das heisst eine infizierte Person steckt nun im Schnitt deutlich weniger als eine Person an.

Noch Mitte März lag diese Zahl bei 2.73, jetzt bei 0.59. Das heisst eine infizierte Person steckt nun im Schnitt deutlich weniger als eine Person an.

Keystone/Martial Trezzini

Eine Studie der Universität Bern macht Hoffnung in der momentan schwierigen Zeit. Seit dem Lockdown vor knapp drei Wochen ist die Zahl der Neuansteckungen durch bereits Infizierte gesunken, wie «Blick» aufgrund von aktualisierten Werten in der Studie berichtet. Noch Mitte März lag diese Zahl bei 2.73, jetzt bei 0.59. Das heisst eine infizierte Person steckt nun im Schnitt deutlich weniger als eine Person an.

Diese Entwicklung hatte auch bereits positive Folgen. Wie es heisst, sei nämlich der Peak in der Schweiz erreicht. Bei den Spitaleinlieferungen etwa sei der Höhepunkt bereits Ende März überschritten worden, ebenso bei der Auslastung der Intensiv-Pflegebetten. Behält das Modell Recht, haben die Spitäler in der Schweiz den grössten Andrang wegen des Virus bereits erlebt.

Bis zu 2000 Todesopfer

Bei den Todesfällen dürfte sich die Situation ebenfalls entspannen. Der Höhepunkt mit knapp 60 Fällen sei erreicht. Dennoch rechnen die Forscher mit hunderten weiteren Opfern. Laut der Studie sterben im schlimmsten Fall deutlich mehr als 2000 Menschen am Coronavirus. Im besten Fall liegt die Zahl bei über 1500 Toten. Die Studie geht derzeit von knapp 2000 Toten aus. Folglich würden sich die Zahl noch verdoppeln, denn bis am Donnerstagmittag gab es laut dem Bund in der Schweiz 913 bestätigte Corona-Tote.

Schon am 24. März wurden mit dem Modell der Uni Bern erste Prognosen entwickelt. Damals gab es zwischen den einzelnen Szenarien noch grössere Unterschiede. Wie es im Bericht von «Blick» heisst, wurden die Zahlen erst am Donnerstag wieder aktualisiert. Die neuen Zahlen weisen darauf hin, dass sich die Situation rund um das Coronavirus freundlicher entwickelt hat, als man damals an der Uni Bern bei den ersten Prognosen ausging.

Das Modell basiert offenbar auf der Annahme, dass die Krankheit im Schnitt 5.2 Tage nach der Ansteckung ausbricht. Die Todesrate liegt bei 1.2 Prozent und gemäss dem Modell müssen rund fünf Prozent der Infizierten ins Spital.

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