US-Konsumentenvertrauen: «Das Schlimmste noch nicht hinter uns»
Aktualisiert

US-Konsumentenvertrauen«Das Schlimmste noch nicht hinter uns»

Das Vertrauen der US-Konsumenten in die wirtschaftliche Entwicklung ist im Januar auf ein neues Rekordtief gesunken. Der entsprechende Index fiel von revidiert 38,6 Zählern im Dezember auf 37,7 Punkte.

Dies ist der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebungen vor 41 Jahren. Ursache für den Tiefstand seien die anhaltend schlechten Wirtschaftsdaten, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 39,0 Punkte gerechnet.

Sowohl die Lageeinschätzung als auch die Erwartungen gaben nach. Der Index der gegenwärtigen Lage verringerte sich leicht von 30,2 auf 29,9 Zähler. Der Erwartungsindex fiel von 44,2 auf 43,0 Punkte.

«Das Schlimmste noch nicht hinter uns»

«Es scheint, dass die Konsumenten das neue Jahr mit dem gleichen Pessimismus begonnen haben, den sie schon Ende des Jahres 2008 hatten», meinte der Direktor des Instituts, Lynn Franco. Die Menschen vertrauten weder der wirtschaftlichen Entwicklung noch seien sie sich ihrer Einkommen sicher.

Die Zahl derer, die die Wirtschaftslage allgemein als negativ beurteilten, sei von 45,8 Prozent auf 47,9 Prozent gestiegen. Für die Erhebung der Verbraucherstimmung werden 5000 repräsentativ ausgesuchte US-Haushalte nach ihrer Einschätzung der aktuellen Lage wie auch nach den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt.

«Solange der Erwartungsindex nicht kräftig anzieht, haben wir das Schlimmste noch nicht hinter uns», warnte Franco. Die Stimmung der Konsumenten gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

(sda)

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