Aktualisiert 06.12.2018 18:31

Basel«Das schönste Polizeiauto, das ich je gesehen habe»

Am Donnerstag hat die Basler Polizei den ersten Tesla in ihren Einsatzfarben vorgestellt. Medien und Politik pilgerten zur Präsentation, und das Internet steht kopf.

von
lha/las

So eine Polizeisirene haben Sie in der Schweiz noch nie gehört. (Video: las)

Ein Schwarm von Journalisten und Politikern drängte sich am Donnerstag, 6. Dezember 2018, um den neuen Star der Basler Polizei: das neue, 525-PS-starke Alarmpikett-Fahrzeug vom Typ Tesla X 100D. Der Elektro-Bolide ist das erste von sieben solchen Autos, die die Polizei 2019 auf die Strasse bringen wird.

Kaum hatte das Justiz- und Sicherheitsdepartement einen Tweet zur Präsentation abgesetzt, meldeten sich schon die ersten Freiwilligen, die sich für eine Verhaftung meldeten.

Wie werden die Polizei-Teslas eingesetzt?

Der neue Tesla der Basler Polizei. (Bild: las)

Die Teslas werden als Alarmpikett-Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Die Basler Polizei hat je zwei im Gross- und im Kleinbasel. Sie sind 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr bereit und bilden die Speerspitze der Einsatzkräfte.

Zurzeit werden die Alarmpikett-Teams an den Teslas ausgebildet. Im Frühjahr 2019 dürften die ersten drei dann auf den Strassen zu sehen sein. Im dritten Quartal 2019 kommen vier weitere hinzu. Der Stückpreis der speziell ausgerüsteten Teslas beträgt 140'000 Franken.

Ist der Tesla eigentlich besser als sein Vorgänger?

Noch Fragen? (Bild: las)

Abgesehen von den stylishen Aspekten? Ja, der Tesla hat gegenüber seinem Vorgänger, dem Mercedes E350 Kombi, diverse Vorteile. Er bietet zum Beispiel mehr Stauraum für Ausrüstung und hat mit 525 Pferdestärken knapp doppelt so viel wie der Mercedes.

Mehr Platz im Kofferraum. (Bild: las)

Siehe da, vorne noch ein Kofferraum. (Bild: las)

Tatsächlich erfüllt der Tesla alle von der Polizei gestellten Anforderungen an ein Alarm-Pikett-Fahrzeug. Ob sich das Modell bewähren wird, muss die Praxis zeigen. Es gibt weltweit mehrere Polizeien, die mit Teslas experimentieren. Laut der Webseite Electrek begann das Los Angeles Police Department bereits 2016 damit, Teslas des Typs S nach einer erfolgreichen Testphase für Patrouillen auszurüsten.

Kann ich davonfahren, bis die Batterie schlapp macht?

Versuchen kann man es immer. Der Erfolg dürfte sich aber in Grenzen halten. Die Alarmpikett-Fahrzeuge der Polizei müssen im Stadtverkehr 100 bis 200 Kilometer am Tag zurücklegen können. Die Reichweite eines vollgeladenen Tesla ist ein Mehrfaches davon. Zudem stehen der Polizei insgesamt sechs Ladestationen zur Verfügung, die der Batterie innert einer Stunde Saft für rund 85 Kilometer geben können. Und so gross ist Basel-Stadt dann auch wieder nicht.

Oder in den Worten von Bruno Carnot, Leiter des Tesla-Projekts bei der Polizei:

Ich bin noch nie ins Tessin gefahren

Bruno Carnot, Projektleiter Tesla bei der Basler Polizei, äussert sich zu Bedenken bezüglich der Reichweite der Fahrzeuge.

Bruno Carnot äussert sich zu Bedenken bezüglich der Reichweite der Teslas. (Video: las)

Noch nicht genug vom Tesla?

Wenn es Ihnen auch so geht wie diesem Twitter-User, hier ist er in seiner ganzen Pracht.

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Ein Tesla X 100D, Bestandteil der erneuerten Flotte der Alarmpikett-Fahrzeuge der Kantonspolizei Basel-Stadt, fotografiert in Basel am Donnerstag, 6. Dezember 2018.

Ein Tesla X 100D, Bestandteil der erneuerten Flotte der Alarmpikett-Fahrzeuge der Kantonspolizei Basel-Stadt, fotografiert in Basel am Donnerstag, 6. Dezember 2018.

Keystone/Georgios Kefalas
Richtig gesehen: Das ist kein Tesla. Das ist das gegenwärtige Alarmpikett-Fahrzeug, der Mercedes E350 4-Matic T-Modell Kombi.

Richtig gesehen: Das ist kein Tesla. Das ist das gegenwärtige Alarmpikett-Fahrzeug, der Mercedes E350 4-Matic T-Modell Kombi.

20 Minuten/las
Hier wieder der Tesla. Türen zu, Lichter an.

Hier wieder der Tesla. Türen zu, Lichter an.

20 Minuten/las

(lha/las/sda)

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