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75 Tonnen RohlingeDas Schweizer Münz stammt aus Südkorea

Die Schweizer Münzen werden in Ostasien produziert. Das Recht sehe das so vor, heisst es bei der verantwortlichen Firma.

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Die Schweizer Münzen werden in Ostasien produziert.

Die Schweizer Münzen werden in Ostasien produziert.

Keystone/Gaetan Bally
Das Münz in der Schweiz hat sich seit hundert Jahren nicht verändert und ist damit die älteste Münzserie der Welt.

Das Münz in der Schweiz hat sich seit hundert Jahren nicht verändert und ist damit die älteste Münzserie der Welt.

Keystone/Christian Beutler
Nicht so aber der Stoff, aus dem die Münzen bestehen. Denn die eidgenössische Münzstätte Swissmint in Bern bestellt die Rohlinge bei ausländischen Lieferanten, berichten Zeitungen von «CH Media».

Nicht so aber der Stoff, aus dem die Münzen bestehen. Denn die eidgenössische Münzstätte Swissmint in Bern bestellt die Rohlinge bei ausländischen Lieferanten, berichten Zeitungen von «CH Media».

Keystone/Gaetan Bally

Das Münz in der Schweiz hat sich seit hundert Jahren nicht verändert und ist damit die älteste Münzserie der Welt. Nicht so aber der Stoff, aus dem die Münzen bestehen. Denn die eidgenössische Münzstätte Swissmint in Bern bestellt die Rohlinge bei ausländischen Lieferanten, berichten Zeitungen von «CH Media».

Die sieben Lose für die Rohlinge der sieben Münztypen seien nach der diesjährigen Ausschreibung allesamt an den Metallverarbeiter Poongsan in Südkorea vergeben worden. Bislang stammte ein Teil der Münzplättchen noch aus einer Produktionsstätte in Deutschland.

Internationale Ausschreibung

Swissmint habe bei Poongsan je nach Münze zwischen 13 und 75 Tonnen Rohlinge bestellt. Alle bestehen aus einer fix vorgegebenen Kupfer-Nickel-Legierung, nur dem Fünfräppler wird zusätzlich noch Aluminium beigemischt. Insgesamt belaufe sich das Volumen der aktuellen Aufträge auf 8,1 Millionen Franken.

Obschon die Ausgabe von Münzen zu den Kernaufgaben des Staats gehört, hätten die Aufträge zur Produktion und Lieferung international ausgeschrieben werden müssen. Denn würden Aufträge einen gewissen Betrag überschreiten, sehe das Schweizer Beschaffungsrecht diese Regelung vor, so die Zeitungen.

Prägung weiterhin in der Schweiz

Die Entscheidung zur Vergabe des Auftrags an die südkoreanische Firma Poongsan erfolgte, weil sie das beste Angebot unterbreitet hat. Die Firma beliefert die Schweiz seit 2012 mit den fertigen Münzplättchen. Im Jahr 2015 habe Swissmint den letzten Kontrollbesuch bei Poongsan gemacht.

Die ausländischen Münzrohlinge werden aber nach wie vor in der Schweiz bei Swissmint geprägt, auch wenn diese die Rohlinge seit 50 Jahren nicht mehr selbst herstellt. Dafür verfügt die Swissmint über sechs Prägepressen. Wie viele Münzen jeweils produziert werden, hängt wiederum von der Bestellung der Nationalbank ab, die stark variieren könne. Zurzeit werden jeweils 280 Tonnen Münz pro Jahr geprägt.

Von Südkorea in die eidgenössische Münzstätte

Den entscheidenden Schliff würden die Münzen allerdings schon in der Firma Poongsan erhalten: «Die meisten Eigenschaften der Münzen müssen bereits vom prägefertigen Münzplättchen erfüllt werden» erklärt Swissmint gegenüber «CH Media».

Nach dem Giessen, Walzen und Stanzen der Plättchen gelangen die Rohlinge per Schiff übers Meer nach Europa und werden per Lastwagen bei der Münzstätte in Bern abgeliefert. Dort werden sie dann kontrolliert und geprägt.

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